Im ersten Moment fühlt es sich irgendwie seltsam, ja gar ein wenig verboten an. Dabei ist es genau gesehen nur ein Stück Asphalt, das man betritt. Aber eben an einem speziellen Ort. Mit einer speziellen Geschichte.
Dieser Ort, der Militärflugplatz Dübendorf, war im Kalten Krieg ein potenzielles Ziel für die Angreifer aus dem Osten. So sahen es jedenfalls die Strategen der Armee und liessen das Areal streng bewachen. Bewaffnete Soldaten, die mit Hunden entlang des Stacheldrahts patrouillieren – damals ein gewohntes Bild.
Fotografieren war bei Strafe untersagt. Wer sich ein paar Minuten zu lange in der Nähe des Areals aufhielt, bekam Besuch von der Militärpolizei mit Maschinenpistole im Anschlag und musste sich erklären. Der Flugplatz war Sperrzone für alle, die nicht dort arbeiteten oder der Luftwaffe angehörten, das Betreten auch Jahre nach dem Kalten Krieg nur in Ausnahmefällen wie etwa während des Love Ride erlaubt.
Mit sich selbst beschäftigt
Mit der Ansiedlung des Innovationsparks begann sich das Areal schliesslich einen Spaltbreit zu öffnen, im südwestlichen Teil wurde der Stacheldraht hundert Meter von der Strasse zurückversetzt, ein hölzerner Informationspavillon entstand. Statt «Draussen bleiben!» heisst es seit drei Jahren «Besucher willkommen!».

