Nicht jeder Tösstaler kennt das Restaurant Obstgarten in Oberlangenhard. Der Grund dafür ist ganz einfach: Wirtin Hedi Werren ist schon 77-jährig, das Haus ist nur einmal im Monat geöffnet, ansonsten kocht sie gerne für Gruppen von 25 bis 30 Personen. Aber: Der Ort ist legendär und gehört zum Bestand der alten Tösstaler Wirtshäuser.
«Wir wirten jetzt schon in der vierten Generation», sagt Hedi Werren. Wer die niedrige Gaststube betritt, erlebt eine Zeitreise: Holztäfer, Kachelofen, einfaches Mobiliar. So mag es um 1900 ausgesehen haben.
Viel Gartenarbeit
Die nächste Überraschung wartet im Garten: Gezähmte Wildnis möchte man die Gartenpracht nennen. Feldblumen, Rosen, Sträucher und alte Bäume. Einiges lässt sich in der Küche verwenden wie Pfefferminz, Lindenblüten oder Salbei.
Im angrenzenden Feld wachsen Äpfel, Birnen, Zwetschgen – ein richtiger Obstgarten. Die roten Fensterläden des Hauses bilden einen wundervollen Kontrast zum satten Grün, und dazwischen blühen Blumen in allen Farben. Dahinter steckt viel Arbeit und tatsächlich verbringt Hedi Werren einen wesentlichen Teil ihrer Zeit mit Gartenarbeit.

