Viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sparen sich den Weg an die Wahlurne und schicken ihre ausgefüllten Unterlagen jeweils per Post. In Volketswil hatten sie zuletzt dafür weniger Zeit. Wie auch in anderen Schweizer Gemeinden hat die Post dort mehrheitlich die Briefkastenleerungen angepasst. Während die Post-Angestellten früher Abendtouren gemacht haben, holen sie die meisten Briefe seit Ende Mai erst morgens um 8.30 Uhr ab.
Wie der Volketswiler Gemeinderat in einer aktuellen Medienmitteilung schreibt, würden damit Abstimmungscouverts mit der B-Post-Vorfrankierung, die in der letzten Woche des Urnengangs nach Dienstag 8.30 Uhr eingeworfen werden, erst am Montag die Gemeinde erreichen.
Zwar seien bei der letzten Abstimmung vom 13. Juni keine Couverts registriert worden, die aufgrund der neuen Briefkastenleerung zu spät eingegangen wären. Doch Gemeindepräsident Jean-Philippe Pinto (Die Mitte) rechnet dennoch damit, dass künftig Wählerinnen und Wähler davon betroffen sein könnten. «Uns ist es wichtig, dass jede Person von ihrem Stimmrecht auf jedem möglichen Kanal Gebrauch machen kann.»
Gemeinde als Couvertausträgerin
Deshalb hat der Gemeinderat beschlossen, dass die Volketswiler Behörden die Abstimmungsunterlagen eigenhändig abholen. «Mit der Post wurde nun vereinbart, dass die Wahlcouverts aus der brieflichen Abstimmung aussortiert werden. Unsere Mitarbeitenden können die Couverts am Samstag vor dem Abstimmungssonntag bis um 7.30 Uhr abholen», sagt Pinto. Dafür müsse die Gemeinde der Post jedoch eine Gebühr von 80 Franken zahlen. Den personellen Aufwand für das Abholen der ausgefüllten Wahlunterlagen bezeichnet er als «überschaubar».

