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«Jugendliche sind für mich die coolste Zielgruppe»

Diese Woche erscheint der Debütroman der Tösstaler Schriftstellerin Jacqueline Meier. Am Jugendbuch hat sie über zehn Jahre lang gearbeitet.

Schreiben war immer eine grosse Leidenschaft von Jacqueline Meier., Für den Buchumschlag holte sie sich Ratschläge bei Teenagern aus ihrem Umfeld.

Grafik: PD

«Jugendliche sind für mich die coolste Zielgruppe»

Schreiben liebte Jacqueline Meier schon immer: «Bereits in meiner Kindheit habe ich in den Freundschaftsbüchern angegeben, dass ich gerne Journalistin und Schriftstellerin werden möchte», sagt die 36-Jährige.

In der 3. Klasse habe sie einst an einem Geschichtenwettbewerb teilgenommen. «Doch die Lehrerin wollte mir damals nicht glauben, dass ich den Text wirklich selber geschrieben habe, das war für mich ein grosser Dämpfer.»

Ihren Traum hat sie aber trotzdem weiterverfolgt. Nachdem sie in Österreich eine Ausbildung zur Fotografin gemacht hatte, arbeitete sie als Redaktorin und Moderatorin für diverse Medienhäuser. Nun ist sie Mutter einer Tochter und als freie Texterin tätig.

Privatprojekt ohne Internet

Vor gut zehn Jahren war Meier bei einer Produktionsfirma angestellt. «Und ich hatte so viel zu tun, dass ich bei mir zu Hause auf einen Internetzugang verzichtete», erinnert sie sich. So hätte sie etwas mehr Zeit für sich, dachte sie. 

In genau dieser Zeit hat sie mit dem Schreiben ihres Romans begonnen. «Die Idee für die Geschichte kam ganz plötzlich. Und ich wusste sofort, was ich aufs Papier bringen möchte.» Trotzdem wollte sie nichts erzwingen. «Es war mein Privatprojekt und ich habe immer ein bisschen daran weitergearbeitet.»

Entspannen mit Harry Potter

Und nun ist das Buch fertig. «Twin Flames», auf Deutsch Zwillingsflammen, heisst der Debütroman der 36-Jährigen, die mit ihrer Familie in der Gemeinde Zell wohnt. Er erzählt die Liebesgeschichte von Mia und Casper. Die beiden Protagonisten sind schon vor ihrem ersten Treffen auf mystische Weise miteinander verbunden. Und so beginnt eine Achterbahnfahrt der Gefühle, für die Protagonisten und Leser.

Für Meier war von Anfang an klar, dass sie einen Jugendroman schreiben möchte. «Jugendliche sind für mich die coolste Zielgruppe.» Auch als Erwachsene geniesse sie immer noch gerne solche Bücher: «Natürlich lese ich gerne Prosawerke, aber den Geist entspanne ich lieber bei der Lektüre von Harry Potter.»

Hilfe von aussen

Meier selber bezeichnet sich als Perfektionistin. «Ich habe hohe Ansprüche an mich selber.» Aus diesem Grund habe sie lange an ihrem Text gefeilt und vor allem auch auf Hinweise aus ihrem Umfeld gehört, erklärt die Neu-Autorin. Auch bei der Grafik des Buchumschlags sei sie sehr wählerisch gewesen: «Ich habe Jugendlichen aus meinem Bekanntenkreis Vorschläge vorgelegt und sie gefragt, was sie am meisten anspreche.»

Sie holte sich ausserdem Hilfe bei einem professionellen Lektor. «Er hat den Text nicht nur lektoriert, sondern auch korrigiert», so die Tösstalerin. «Es war eine schöne, aber sehr intensive Zusammenarbeit.» Insgesamt habe dieser Prozess über ein Jahr in Anspruch genommen.

Nun ist das Buch fertig, es gibt kein Zurück mehr. «Anfang Juli habe ich den Auftrag gegeben, und seither ist das Buch in diversen Online-Shops verfügbar.» Natürlich habe sie ihr Umfeld darüber informiert. «Und es gab sicher einige, die sich ein Buch vorbestellt haben.»

Lesung im Café der Lehrerin

Trotzdem war die Überraschung gross, als Meier «Twin Flames» mehrere Male mit einer «Besteller»-Markierung im Onlineshop der Buchhandel-Kette Orell Füssli entdeckte: «So viele Freunde habe ich gar nicht, dass das nur durch ihre Käufe möglich wäre», meint sie und lacht. Sie freut sich, dass ihr Buch sogar schon vor der offiziellen Veröffentlichung Anklang gefunden hat.

Diese Woche erscheint das Buch, sowohl in gedruckter Form wie auch als E-Book. Als Neu-Autorin muss Meier durchaus Klinken putzen. «So bin ich bei einer grösseren Buchhandlung in Winterthur vorbeigegangen und habe gefragt, ob sie dort ‹Twin Flames› auflegen könnten.» Und erhielt einen positiven Bescheid. «Die Buchhandlung bestellte die Bücher sogar selber, ich musste keine Exemplare vorbeibringen.»

Sie werde nun probieren, dass ihr Werk auch in weiteren Buchläden verkauft wird. «Ich habe auch viele Bibliotheken angeschrieben und beispielsweise Lesungen angeboten.» Meier möchte für die Vermarktung ihr Netzwerk nutzen. Und konnte hierbei auch von alten Verbindungen ins Tösstal profitieren, wo sie bereits einen Teil ihrer Kindheit verbrachte.

Ihre ehemalige Primarlehrerin aus Wildberg führe heute ein Café in Stein am Rhein. «Und dort werde ich im August die erste offizielle Lesung haben.»

Verlosung

Jacqueline Meier hat der Zürcher Oberland Medien AG drei Exemplare von «Twin Flames» für eine Verlosung überlassen. Wenn Sie teilnehmen wollen, melden Sie sich per E-Mail an redaktion@toessthaler.ch oder per Post an Zürcher Oberland Medien AG, «Der Tößthaler», Schochenstrasse 7, 8492 Wila.
Teilnahmeschluss ist Freitag, der 30. Juli 2021. Über diese Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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