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Wenn der Greifensee für Kapitäne zur Gefahr wird

Die Schifffahrt auf dem Greifensee ist derzeit eingestellt. Für die Schiffskapitäne birgt das Hochwasser verschiedene Gefahren, dennoch könnte bereits am Wochenende eine verkürzte Rundfahrt stattfinden.

Wegen des überfluteten Hafens hat die Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee (SGG) einen provisorischen Steg gebaut., Über Umwege kämen die Passagiere dennoch aufs Schiffe. Doch die Fahrten sind derzeit eingestellt., Wegen des vielen Wasser besteht auch die Gefahr, dass Schäden an den Schiffen der SGG entstehen., Die Schiffe liegen bis auf Weiteres im Hafen. , Über eine Rundfahrt denken die Verantwortlichen der SGG dennoch nach., Bis der Normalbetrieb auf der Greifensee-Schifffahrt wieder funktioniert, wird es wohl noch ein paar Tage dauern., Und die kürzeste Verkehrsstrecke zwischen Maur und Uster bleibt vorerst unterbrochen.

Fotos: Mirjam Müller

Wenn der Greifensee für Kapitäne zur Gefahr wird

Wer vom Parkplatz Richtung Schiffsteg in Maur läuft, steht nach wenigen Metern im Greifensee: Anlegestelle und Teile des «Murmer-Seewegs» sind überflutet.

Die Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee (SGG) hat hier einen provisorischen Holzsteg gebaut, damit die Leute dennoch auf die «Stadt Uster» kommen. In Kombination mit den Absperrbändern, den Hochwasser-Hinweisschildern und den farbigen Sitzbänken unter Wasser sieht es aus wie auf einem Hindernisparcours.

«Wir müssen uns jetzt vor allem auf die Sicherheit unserer Schiffe konzentrieren.»

Michel Kauz, Geschäftsführer Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee

Bis am Mittwoch bot die SGG noch eine Rundfahrt an, wobei das Schiff nicht wie üblich an den Schiffstegen der verschiedenen Seegemeinden anlegte, sondern nur am provisorischen Holzsteg in Maur. Der ZVV-Kurs zwischen Maur und Uster ist ebenfalls eingestellt.

Gefahren fürs Schiff

Auch SGG-Geschäftsführer Michel Kauz ist vor Ort. Er sagt, dass für die Schiffskapitäne das Anfahren der Stege ausserhalb des Heimathafens derzeit nicht möglich sei. «Weil die Masten grösstenteils unter Wasser liegen, sind sie für die Schiffsführer im toten Winkel. Und für die Passagiere ist der Ein- und Ausstieg ins Schiff trockenen Fusses derzeit kaum machbar», sagt Kauz. Zudem bestehe jetzt die Gefahr, dass das Schiff mit Treibholz kollidiert, das beispielsweise von der Mönchaltorfer Aa in den See gespült wird.

Dass die die SGG gänzlich auf das Ablegen ihrer Schiffe verzichtet, ist gemäss Kauz  eine Vorsichtsmassnahme. «Wir müssen uns jetzt vor allem auf die Sicherheit unserer Schiffe konzentrieren.» Das Problem sei, dass die Schiffe wegen des aktuellen Wasserpegels höher liegen als sonst. Deswegen bestehe die Gefahr, dass die seitlichen Schutzkörper der Schiffe plötzlich über den Befestigungsmasten stehen und das Schiff ungeschützt dagegen schlage.

Gibt’s eine Rundfahrt light?

Die ZVV-Verbindung zwischen Maur und Uster bleibe noch eine gute Woche unterbrochen, sagt Kauz. Auch die klassischen Rundfahrten, bei der das Schiff in den jeweiligen Seegemeinden Halt macht, würden sicherlich eine Woche oder noch länger nicht durchgeführt. Doch für eine verkürzte Rundfahrt mit Start und Ziel in Maur macht Kauz Hoffnung: Eventuell könne die SGG eine solche schon an diesem Wochenende wieder anbieten.

Das hänge sowohl von der Wassermenge der Zuflüsse und vom Wetter ab. Bis die SGG ihren regulären Fahrplan wieder durchführen kann, dauert es gemäss Kauz noch ein bisschen länger. «Es braucht bestimmt vier bis fünf regenfreie Tage, bis der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden kann.»

 

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