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Welche Reptilien tummeln sich im Volketswiler Griespark?

Gibt es wirklich Schlangen mitten im Volketswiler Wohngebiet? Ein Foto aus dem Griespark gibt Rätsel auf. Die Antwort kennt der Reptilienspezialist der Kantonspolizei.

Einige Leser glaubten, hinter dem Frosch eine Schlange zu sehen., Im Volketswiler Griespark fühlen sich Frösche offenbar wohl.

Foto: David Marti

Welche Reptilien tummeln sich im Volketswiler Griespark?

Ein Leser hat der Redaktion kürzlich eine Aufnahme aus dem Griespark in Volketswil zugeschickt. Auf dem Foto ist ein Frosch zu sehen und im Hintergrund etwas, wovon andere Leser überzeugt waren, dass es sich um eine Schlange handelt. Tatsächlich sieht es so aus, als ob sie den Frosch gleich verspeist.

Ein Fachmann für solche Tiere ist Erich Hausammann, Reptilien- und Gifttierspezialist der Kantonspolizei Zürich. Eine Schlange in einem öffentlich Park ist gemäss Hausammann durchaus denkbar: «Künstliche durch Menschenhand angelegte Lebensräume wie strukturierte Gärten, Schwimmteiche oder Biotope werden von einheimischen Arten – von der Libelle bis zur Ringelnatter – gerne genutzt.»

«Oberstes Gebot ist nichts anfassen, was man nicht kennt.»

Erich Hausammann, Reptilien- und Gifttierspezialist der Kantonspolizei Zürich

Bei der Kantonspolizei würden jährlich bis zu 130 Fälle gemeldet, welche vor allem Reptilien und Spinnentiere betreffen, sagt Hausammann. Der Bärenanteil davon seien einheimische Arten.

Zwei heimische Schlangen giftig

Für die Bevölkerung bestehe aber kein Grund zur Beunruhigung. «Die Arten, welche bei uns vorkommen, sind absolut ungefährlich. In der Schweiz gibt es zwei Giftschlangenarten, welche bis auf wenige Ausnahmen vor allem im Graubünden, Tessin oder Jura vorkommen.»

Dies sind laut Hausammann die Kreuzotter und die Aspisviper. Dennoch rät er: «Oberstes Gebot ist nichts anfassen, was man nicht kennt. Zudem schätzen dies Wildtiere auch nicht, wenn man sie berührt.» Kinder sollten entsprechend sensibilisiert werden.

Wenn ein Reptil sich in einem Gebäude befinde und Unsicherheit über die Art bestehe, soll wenn möglich aus Distanz ein Foto gemacht werden. Der Fall könne dann der Polizei gemeldet werden.

Des Frosches Glück

Hausammann sagt, dass er oder ein anderer Spezialist von der Kantonspolizei Zürich dann die Lage vor Ort oder mit dem erhaltenen Bildmaterial beurteile. «Heimische Arten werden in der Natur, in der unmittelbaren Umgebung belassen.»

Nichteinheimische Arten würden eingefangen und über die Schweizerische Tiermeldezentrale ausgeschrieben. Danach werde das Tier geeignet untergebracht. Dies könne beim Tierrettungsdienst, einer Auffangstation oder einem privater Halter sein, der über die Infrastruktur und das Fachwissen verfüge, um das Tier kurzzeitig zu halten. Wenn sich der Eigentümer nicht innerhalb von zwei Monaten meldet werde das Tier freigegeben und für immer an einen neuen Platz weitervermittelt.

Hausamann hat das Foto der Leser schon begutachtet, sein Urteil ist klar: «Der längliche gestreifte Bereich hinter dem Frosch ist definitiv keine Schlange. Es handelt sich um seine eigenen an der Wasseroberfläche liegenden Extremitäten.»

Also ist es ein Froschbein und keine Schlange. Was gut für den Frosch ist, wie Hausmann weiss. «Der Frosch steht auf der Speisekarte der einheimischen Ringelnatter oder der Würfelnatter.»

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