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Am Wochenende zieht es die Camper und Hotelgäste ins Tösstal

Campen und Übernachten im Tösstal ist derzeit vor allem am Wochenende sehr beliebt. Doch für die Anbieter ist noch ungewiss, wie es in den Sommerferien aussehen wird.

Luzia Blattner, Pächterin im Hotel Adler in Bauma, freut sich über die gestiegene Gästezahl., Am Wochenenende ist der Campingplatz Saland jeweils voll.

Foto: Rafael Lutz

Am Wochenende zieht es die Camper und Hotelgäste ins Tösstal

Wer am Wochenende spontan einen Abstellplatz auf dem Campingplatz in Saland sucht, der hat sehr wahrscheinlich Pech. «In den letzten Wochen waren unsere 20 Plätze jeweils ab Mittwoch schon ausgebucht», sagt Ursula Maurer, die Miteigentümerin des Platzes.

Die meisten Besucherinnen und Besucher kämen aus der Region. «Seit Corona ist ein richtiges Campingfieber ausgebrochen», erklärt sie. Manchmal ziehe es auch Besucher aus anderen Teilen der Schweiz nach Saland. «Weil sie beispielsweise wieder einmal ihren Heimatort in der Gegend aufsuchen möchten.»

«Da ich im Winter viele Langzeitgäste hatte, hat der Betrieb wegen Corona nicht zu hohe finanzielle Einbussen erlitten.»

Luzia Blattner, Pächterin im Hotel Adler

Weggeblieben sind dafür seit Längerem die ausländischen Camper. «Es war noch kein Holländer hier, auch letztes Jahr nicht», bedauert Maurer.

Bett und Billet

Etwas mehr Gäste als üblich hat aktuell das Hotel Adler in Bauma. «Eigentlich sind wir eher auf Geschäftsreisende spezialisiert, die oft etwas länger bleiben», erklärt Pächterin Luzia Blattner. «Doch seit diesem Frühling steigen immer mehr Wanderer und Biker im Hotel ab.» Vor allem am Wochenende.

Ausserdem arbeitet sie neu mit dem Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland (DVZO) zusammen. «So kann die Übernachtung mit Tickets für die Dampfbahnfahrt verbunden werden», so Blattner. An Dampfbahnsonntagen werde dieses Angebot rege genutzt. Sie ist deshalb sehr zufrieden mit der aktuellen Situation. «Und da ich im Winter viele Langzeitgäste hatte, hat der Betrieb wegen Corona nicht zu hohe finanzielle Einbussen erlitten.»

Niemals kompensieren

Anders sieht dies beim Gasthof Gyrenbad in Turbenthal aus. «Man merkt zwar, dass die Leute wieder Lust haben, rauszugehen», sagt Geschäftsführer Polykarpos Papadopoulos. Das Verlorene aus der Corona-Schliessung könne man aber selbst bei einer guten Sommersaison niemals kompensieren.

«In den Sommerferien haben wir noch nicht übermässig viele Buchungen.»

Ursula Maurer, Mitinhaberin Campingplatz Saland

Die Buchungen im Hotelleriebetrieb seien aktuell etwa gleich hoch wie im letzten Sommer. Noch offen ist, wie gut besucht das «Gyrenbad» während den Sommerferien sein wird. «Das wissen wir aktuell noch nicht, da immer noch ungewiss ist, wie sich die gesamte Situation entwickelt», so Papadopoulos.

Doch wieder in die Ferne

Ähnlich tönt es beim Campingplatz in Saland. Gebucht werde oft relativ kurzfristig, erklärt Ursula Maurer. «In den Sommerferien haben wir noch nicht übermässig viele Buchungen.» In der Regel bleiben die Gäste  in den Ferien eher kurz in Saland. «Oftmals sind es zwei bis drei Tage.» In Ausnahmefällen auch einmal sechs. Maurer rechnet aber insgesamt wieder mit einer sehr guten Sommersaison.

Auch Luzia Blattner vom Hotel Adler ist zuversichtlich. «Es ist sehr schwierig, Voraussagen zu treffen», betont sie. «Ich denke aber, viele haben realisiert, wie schön es in der Schweiz ist und wollen hier Ferien machen.» Sie hoffe, das bleibe so, auch wenn Auslandsreisen wieder einfacher möglich sind. «Viele wollen dann vielleicht doch einmal wieder in die Ferne.»

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