Am Mittwochabend nach der Delegiertenversammlung des Zweckverbands Pflege und Betreuung Mittleres Tösstal wurde der Schlussbericht zur «Causa Spitex» veröffentlicht.
Dieser sollte Aufschluss darüber geben, wie und in welchem Umfang der Spitex Verein Mittleres Tösstal (SVMT) durch falsche Rapportierungen über Jahre Krankenkassen, Gemeinden und Klienten zu viel in Rechnung gestellt hat. Namentlich geht es darum, dass Weg- als Behandlungszeiten ausgewiesen und verrechnet wurden, was nicht erlaubt ist.
Der Schlussbericht umfasst mit Anhang rund 150 Seiten. Am Anfang davon befindet sich eine Zusammenfassung. Dort steht unter anderem, dass sich nach Abschluss der Analyse der Nachweis erhärtet habe, dass zu geringe Wegzeiten rapportiert und damit zu hohe Behandlungszeiten verrechnet wurden.
Mit Wissen der Geschäftsführung
Dies ist jedoch kein Versehen gewesen. Im Bericht steht auch, dass die Geschäftsführung der Spitex darüber informiert war. «Die Analyse der Teamsitzungsprotokolle und die operativen Weisungen belegen zudem eindeutig, dass im untersuchten Zeitraum – obwohl gemäss Krankenpflege-Leistungsverordnung untersagt – mit Wissen der Geschäftsführung teilweise Wegzeiten als Behandlungszeiten rapportiert und somit verrechnet wurden», kommt das Projektteam zum Schluss, das den Bericht verfasste. Zuletzt war der Turbenthaler Gemeinderat Heinz M. Schwyter mehrere Jahre Geschäftsleiter des SVMT.

