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Badi ohne Maskenpflicht

Auf das Wochenende kommt der Sommer. Die Freibäder sind für den Besucheransturm gewappnet.

In der Hinwiler Badi beträgt die Obergrenze 800 Personen. , In Pfäffikon werden maximal 1291 Personen eingelassen. , 200 Leute dürfen sich gleichzeitigsind im Dorfbad Uster aufhalten. , Maskenpflicht gilt überall da, wo der Abstand von 1.5 Metern nicht eingehalten werden kann, wie beim Anstehen am Kiosk.

Archivfoto: Seraina Boner

Badi ohne Maskenpflicht

Martin Küng freut sich auf die warmen Tage. « Das schöne Wetter tut den Menschen gut » , sagt er. Küng ist einer von zwei Bademeistern in der Badi Hinwil. « Ich habe den Eindruck, dass in der Badi die Welt noch in Ordnung ist. »

Noch immer gelten in allen Freibädern Zutrittsbegrenzungen. In Hinwil beispielsweise sind es 800, in der Badi Pfäffikon 1291 und in der Badi Meierwiesen Wetzikon 1500 und Besucherinnen und Besucher, die sich zeitgleich im Freibad aufhalten dürfen.

Kaum Abweisungen

Es sind mehrheitlich die gleichen Zahlen, die schon im letzten Sommer galten. Damals mussten einige Freibäder noch ein wenig improvisieren, mittlerweile sind die meisten mit automatischen Zählsystemen und Plexiglaswänden ausgestattet.

Die angefragten Freibäder hatten mit den Begrenzungen keine Probleme. « Es ging sehr gut auf » , sagt Corsin Camenisch, Leiter Geschäftsbereich Sicherheit, Sport und Kultur der Stadt Wetzikon. « Es sind nie alle zur gleichen Zeit in der Badi. »

Das bestätigt Martin Küng. « Wir mussten nur gerade an einem Tag mal einen Stopp machen und warten, bis ein paar Leute nach Hause gingen » , erzählt er. « Abweisen mussten wir niemanden .» Ob das diese Saison wieder so ist, weiss er nicht.

« Viele blieben letzten Sommer natürlich auch zu Hause, weil sie Angst hatten oder dachten, es sei sowieso voll. » Aber mehr als 800 Besucherinnen und Besucher zeitgleich gebe es in Hinwil auch in einer normalen Saison nur an ganz wenigen Spitzenwochenenden.

Besucherzahlen nach Grösse

Auf einer Website sind Frei- und Hallenbäder aus der ganzen Schweiz erfasst. Dort kann man nachschauen, wie viel Platz es in « seiner » Badi noch hat. Doch es sind nur die Freibäder zu sehen, die das Zählsystem «Countee» benutzen. Bei den anderen steht: « Keine exakte Zählung zur Zeit » .

So bei der Badi Pfäffikon. Sie arbeitet mit einem anderen System. «Dieses mit unserer Homepage zu verlinken, ist mit hohen Kosten verbunden», sagt Colette Keller, Betriebsleiterin der Badi Pfäffikon. Sie würde abwarten, was der Bundesrat am 21. Juni beschliesst. « Sofern die 10 Quadratmeter-Regel wegfällt oder auf 5 Quadratmeter pro Person festgelegt wird, erübrigt sich die Zählung, da wir dann nicht an die Kapazitätsgrenze kommen. »

Die Besucherzahlen orientieren sich an der Grösse der Badi. Die Bäder richten sich dabei nach einer Empfehlung des schweizerische Verband der Hallen- und Freibäder (VHF), der sich seinerseits an die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) BAG hält. Pro Person wird mit einer Fläche von 10 Quadratmetern gerechnet.

Keine Maskenpflicht

Eine Maske hingegen ist im Aussenbereich nicht Pflicht. Dafür hat sich der VHF persönlich eingesetzt. « Die Medienstelle des BAG gab den Medien zuerst die Auskunft, dass in Freibädern Maskenpflicht herrsche, gleich wie an Bahnhöfen und Bushaltestellen » , sagt Martin Enz vom VHF. « Für uns war aber klar, dass für die Badi die gleichen Regeln wie für Sport- und Freizeitanlagen gelten müssen. »

Dort muss in Aussenbereichen nur eine Maske getragen werden, wenn der Abstand von 1.5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Dies umzusetzen, sei nicht immer ganz einfach, beispielsweise auf Wegen, sagt Enz. Es gebe ausserdem Kantone, die über die Massnahmen des BAG hinausgingen und es noch strenger handhaben würden. Der Kanton Zürich gehört nicht dazu. Einer einigermassen unbeschwerten Badisaison sollte somit nichts mehr im Wege stehen.

https://www.countee.ch/app/de/badimonitor/all

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