Der Stadtrat versuchte die Motionäre noch zu überzeugen, ihre Vorstösse in ein Postulat umzuwandeln. Man teile zwar grundsätzlich die Stossrichtung, was die Förderung von Photovoltaikanlagen auf städtischen und privaten Liegenschaften betreffe, sagte Hochbauvorstand Dominic Müller (CVP) an der Gemeinderatssitzung am Montag im Leepüntsaal. Der Stadtrat wolle aber erst eine differenzierte Auslegeordnung ausarbeiten, um auch die möglichen Konsequenzen aufzeigen zu können. Doch das war den Motionären zu umständlich, sie verlangten nach Nägeln mit Köpfen.
Susanne Schweizer (SP) fordert mit ihrem Vorstoss, dass der Stadtrat drei «als rentabel eingestufte» Photovoltaikanlagen realisiert. Dabei bezieht sie sich auf einen externen Bericht, der 14 geeignete öffentliche Gebäude in Dübendorf auflistet. Der Stadtrat soll noch dieses Jahr den Terminplan für die Umsetzung vorlegen, spätestens 2025 müssten die Anlagen in Betrieb sein. Zuletzt warf sie Mitte-rechts noch ein Zückerchen hin: Für die Installation der Anlagen könnten dann ja lokale Firmen berücksichtigt werden.
Nur gut gemeint
Orlando Wyss (SVP) griff nicht danach. Im Gegenteil: Er bezeichnete die Forderungen wiederholt als unnötig. «Wir trauen der städtischen Verwaltung zu, solche Anlagen sowieso umzusetzen, wenn diese aus ökologischen und ökonomischen Gründen als sinnvoll beurteilt werden.»
Das sah Stefan Angliker (FDP) ähnlich. Die Motion sei zwar gut gemeint, stelle aber eine zu starke Einmischung in die Belange der Exekutive dar, hielt er fest. Von den Grünen und den grünen Liberalen erhielt die Motion hingegen Applaus. «Dübendorf würde damit einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung leisten», sagte Stefanie Huber (GLP/GEU) und bestellte beim Stadtrat gleich noch eine detaillierte Auflistung der Kosten unter Berücksichtigung von Zuschüssen und möglichen Einnahmen respektive Einsparungen.

