Die lange, fast Tausend Jahre alte Geschichte der Royals mit ihren Gewändern, Zeremonien und Schlössern lehrt vor allem eins: Manchmal kanns verdammt schnell gehen.
Eine Königin, der das Pech am Fuss klebt; ein König, dem es am nötigen Grips fehlt; eine Aufwallung im Volk – und schon sind Jahrzehnte der diplomatischen Feinarbeit dahin.
Auch deshalb bleibt dem Buckingham Palace nichts übrig, als die jüngsten Rassismusvorwürfe sehr ernst zu nehmen. Ihren Anfang nahm diese Debatte mit dem CBS-Interview von Meghan und Harry im März, Auftrieb bekam sie letzte Woche: Der «Guardian» veröffentlichte Dokumente, die eine Präferenz bei der Auswahl der Bürolisten zeigten. Farbige seien «nicht üblich», hiess es noch vor nicht allzu langer Zeit. Dass man in der britischen Kolonialzeit ganz vorne mit dabei war, macht die Sache nicht einfacher.
Zusätzlich verkompliziert wird sie durch den jüngsten royalen Nachwuchs, die letzten Freitag geborene Lilibet Diana. Sie hält die «woken» Royal-Rebellen Meghan und Harry im Gespräch.

