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Politik

Hat Stadträtin Hofer das Kollegialitätsprinzip verletzt? 

Der Dübendorfer Stadtrat ist für Tempo 30 in den Quartieren. Doch nun hat Stadträtin Jacqueline Hofer (SVP) an einer Standaktion öffentlich gegen die Vorlage Stellung bezogen. Das heizt die eh schon gereizte Stimmung zusätzlich an.

Der Abstimmungskampf für oder gegen Tempo 30 in den Dübendorfer Quartieren ist in der heissesten Phase angelangt. Die Stimmung ist gereizt, der Schlagabtausch wird mit jedem Tag gehässiger. Mittlerweile hat sogar der Administrator der Facebookseite «Du bisch vo Dübendorf wenn» entnervt die Diskussion zum Thema abgeklemmt, was auf dieser debattierfreudigen Plattform etwas heissen will.

Und jetzt das: Die SVP Dübendorf postet auf Facebook ein Foto von einer Standaktion, auf dem Stadträtin Jacqueline Hofer gut sichtbar einen Flyer gegen Tempo 30 in den Händen hält. Das Problem: Der Stadtrat unterstützt die Vorlage für eine grossflächige Temporeduktion in den Quartieren.

Grüne haben Bedenken

Hat Jacqueline Hofer also gegen das Kollegialitätsprinzip verstossen, jenes ungeschriebene Gesetz, dass jedes Mitglied eines Gremiums den Mehrheitsentscheid mitträgt, auch wenn die eigene Meinung eine ganz andere ist? Für die SP, die dieser Zeitung das besagte Foto zuspielte, ist die Antwort klipp und klar: Ja.

«Ich befürchte, dass für nicht informierte Stimmberechtigte der Eindruck entstehen könnte, der Stadtrat sei gegen die Vorlage.»

Julian Croci (Grüne), Gemeinderat

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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