«Eine solche Konzentration der Macht entspricht nicht der demokratischen Kultur in der Schweiz», sagt David Siems, Präsident der Dübendorfer Grünen – und zielt damit auf die Position von: Andreas Sturzenegger (FDP). Sturzenegger ist Präsident der Sekundarschulpflege Dübendorf-Schwerzenbach und gleichzeitig der Finanzvorstand. Diese beiden Ressorts hat er seit bald zwölf Jahren unter sich, in der Schulpflege sitzt er seit 1998.
Für die Grünen von Dübendorf sind das Präsidium und die Finanzen die zwei einflussreichsten Positionen im siebenköpfigen Gremium. Sie rechnen vor, dass damit einer einzigen Person ein Drittel der gesamten Entschädigungssumme der Schulpflege zufällt. Dass Entscheide innerhalb der Schulpflege nicht ohne die anderen Mitglieder gefällt werden können, lässt Siems nicht gelten: «Wer für ein Ressort zuständig ist, besitzt eine viel grössere Dossierkompetenz und gibt dadurch den Ton an.»
Grüne empfehlen ein Nein
Ein solcher «Führungsanspruch» sei besonders problematisch, weil die Versammlungen der Sekundarschulgemeinde traditionell schlecht besucht würden, sagt Siems. «In einer Parlamentsgemeinde wie Dübendorf sind es sich die Leute nicht gewohnt, sich in einen Saal zu setzen und direkt mitzureden. Dabei wäre gerade bei einer solchen Ämterkumulation eine breiter abgestützte demokratische Kontrollfunktion wichtig.»
«Eine derartige Konzentration von Befugnissen und Arbeitspensen auf eine einzige Person bildet den Volkswillen nicht ab.»
Stellungnahme SP Dübendorf

