Effretiker Apotheken impfen jetzt auf Schularealen
Was Anfang April noch den grösseren Zentren und Arztpraxen vorbehalten war, ist neuerdings in Apotheken möglich: Seit kurzem können auch sie Covid-19-Impfungen vornehmen. Im Oberland nutzen bereits einige Apotheken diese Möglichkeit. So etwa die Benu Apotheke in Effretikon. 200 Termine hatte die Apotheke im Effi-Märt insgesamt zu vergeben – mittlerweile sind sie ausgebucht.
Für die Impfaktion hat Geschäftsleiterin Sandra Gruber vier Tage vorgesehen und dafür extra grosse Räumlichkeiten gesucht. Fündig wurde Gruber im Effretiker Schulhaus Schlilmperg. Dieses darf das Team der Benu Apotheke nun an je zwei Sonntagen im Mai und Juni in Anspruch nehmen.
Ob noch weitere Termine vergeben werden können, ist derzeit noch unklar: « Das ist davon abhängig, wie viele Impfdosen uns noch geliefert werden. » Los geht die Impfaktion der Benu Apotheke am 16. Mai.
Mini-Impfzentrum in Effretikon
Etwas früher startet noch die Rike-Apotheke, ebenfalls in Effretikon beheimatet. Am 11. Mai können dort bereits erste Personen geimpft werden. Die Impfungen finden sowohl vor Ort, als auch extern statt, wie Geschäftsführer und Inhaber Andreas Keller sagt. « Um möglichst diskret impfen zu können, habe ich mich nach einem Standort mit genügend Räumlichkeiten umgehört. »
Dabei sei er auf das Elektro-Bildungszentrum in Effretikon aufmerksam gemacht worden. Dieses wird von Kantonsrat Paul von Euw (SVP) geleitet. Mit der Idee, das Zentrum an Samstagen und Sonntagen für Impfungen zu nutzen, war dieser sogleich einverstanden. « Es ist schön zu sehen, wenn sich das Gewerbe in Zeiten wie diesen unter die Arme greift » , sagt Keller, der die ersten Dosen in seinem neuen « Mini-Impfzentrum » bereits ab 15. Mai verimpfen will.
Freie Plätze verfügbar
Ein weiterer Impftermin mit zirka 150 Personen findet Ende Mai statt, dazu kommen laufend mehrere Termine unter der Woche . Wie Keller sagt, sind derzeit noch Impftermine verfügbar. Aufgrund der kantonalen Vorgabe empfiehlt er jedoch, sich über die offizielle Homepage zh.vacme.ch anzumelden.
Sind keine Termine mehr frei, besteht die Chance, auf der Jokerliste zu landen. Sollte Keller kurzfristig Kapazitäten haben, weil etwa ein Impftermin kurzfristig abgesagt wird, greift er auf diese Liste zurück. Diese müsse er gemäss Vorgaben « risikoadaptiert » führen , wie er sagt: « Senioren und Personen mit Vorerkrankungen werden bevorzugt behandelt. »
Welche Apotheken Covid-19-Vakzine anbieten, sehen Sie hier.