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Homeoffice lässt VZO-Passagierzahlen einbrechen

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die VZO fast sechs Millionen Fahrgäste weniger. Die dadurch entstandenen Einbussen bewegen sich ebenfalls in Millionenhöhe.

Die VZO-Busse waren vergangenes Jahr zwar weniger gut gefüllt, dafür pünktlicher unterwegs.

Foto: PD

Homeoffice lässt VZO-Passagierzahlen einbrechen

Die Corona-Pandemie reisst ein grosses Loch in die Kasse der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO). Wegen der Home-Office-Regel seien im vergangenen Jahr an Werktagen nur noch jeweils rund 57‘000 Personen mit einem VZO-Bus unterwegs gewesen, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. In normalen Zeiten waren es im Durchschnitt 73‘500 Fahrgäste pro Tag.

Während des Lockdowns im März und April habe die Nachfrage mit nur noch 40 Prozent des Vorjahreswertes ihren Tiefpunkt erreicht. Bis in den Spätsommer hätten sich die Zahlen erholt und bei rund 80 Prozent eingependelt.

Mitarbeiter nicht direkt betroffen

In absoluten Zahlen sank die Anzahl Fahrgäste von 22,6 Millionen auf noch 16,7 Millionen. Das entspreche dem Stand von 2007. Die Verluste bei den Billetteinnahmen seien mit Einsparungen von 3,8 Millionen Franken und mit einer Auflösung von Reserven in Höhe von 1,7 Millionen Franken aufgefangen worden.

Die 331 Mitarbeiter waren laut Mitteilung von den Massnahmen nicht direkt betroffen. Die Generalversammlung der VZO genehmigte am Donnerstag das Geschäftsjahr mit einem Jahresverlust von 43‘000 Franken.

Pünktlichkeit verbessert

Positiver fiel das Ergebnis einer Kundenumfrage aus, die kurz vor Ausbruch der Pandemie durchgeführt wurde. Wie die VZO schreiben, bestätigte diese die Spitzenwerde des Vorjahres. Die Gesamtzufriedenheit sei stabil bei 81 Punkten geblieben.

Die im ganzen Jahr etwas tiefere Mobilität habe zudem dazu geführt, dass die Pünktlichkeit auf dem ganzen Netz deutlich anstieg. Bei 88 Prozent der Abfahrten an Haltestellen seien die Busse mit weniger als zwei Minuten Verspätung unterwegs gewesen. Häufigste Ursache bei längeren Verspätungen waren Baustellen. Die Zuverlässigkeit bei den Anschlüssen sei nochmals leicht angestiegen. Von Bus an die S-Bahn betrage sie 99 Prozent, von der S-Bahn auf den Bus 96 Prozent.

CO2-frei bis 2035

Im vergangenen Jahr haben die VZO ausserdem ihre CO2-Strategie fertiggestellt. Sie zeigt die Etappen auf, die für einen CO2-freien Betrieb bis 2035 nötig sind. Schon im Jahr 2023 sollen erste Elektro-Busse zum Einsatz kommen. Mit steigenden Reichweiten sollen dann nach und nach die Buslinien der VZO mit Batteriebussen betrieben werden.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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