Ende Januar erhielten die sieben Gemeinden Rüti, Wald, Fischenthal, Bauma, Wila, Turbenthal, Zell und die Stadt Winterthur Post von der IG Tösstallinie. Im Brief wurde nicht nur der neue Vorstand vorgestellt, an dessen Spitze jetzt der umtriebige Ustermer Politiker und ehemalige Verkehrsplaner Paul Stopper steht. Die Interessengemeinschaft wollte von den Gemeindevertretern entlang der Tösstallinie insbesondere wissen, was sie von der Idee halten, die Bahnstrecke weiter auszubauen. So soll die Zahl der Haltestellen gleich mal verdoppelt werden. Mit den 16 zusätzlichen Stopps soll das ganze Gebiet besser erschlossen werden nach dem Grundsatz «Die Bahn muss näher zur Bevölkerung kommen und nicht umgekehrt» könnten die Züge nach Stoppers Vorstellung besser ausgelastet werden.
Zum Konzept gehört auch, dass an den neuen Haltestelle nur ein «Halt auf Verlangen» eingeführt würde. Zudem gäbe es künftig zwei Zugskategorien: Halbstündlich würden alle Haltestellen bedient, stündlich als «Eilzüge» nur die bisherigen Bahnhöfe. Mit der Verdichtung auf der Schiene würden dann nach Meinung der IG die abendlichen Bahnersatz-Buskurse zwischen Bauma und Rüti obsolet.
Nur Zell winkt ab
Wila erhielte nach den IG-Plänen eine, Zell zwei, Fischenthal, Wald und Winterthur je drei und Bauma vier neue Haltestellen. Wie eine Umfrage bei den betroffenen Gemeinden ergeben hat, zeigen sie sich mehrheitlich offen gegenüber einem solchen Ausbau. Ein deutliches Nein kommt nur aus Zell. «Der Gemeinderat hat das Schreiben intensiv beraten und beantwortet. Ein Gespräch ist nicht im kommunalen Interesse. Der Gemeinderat ist zufrieden mit der jetzigen Situation», hält Gemeindeschreiber Erkan Metschli fest.

