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Arzt betreibt eigenes kleines Testcenter

Der Dübendorfer Arzt Claudio Cipolat ist unzufrieden mit dem Fortschritt der Corona-Tests. Er hat deshalb ein Team aufgebaut, das Schnelltests durchführt. Auch abends und an Feiertagen.

Neu muss das Wattestäbchen nur noch zwei Zentimeter tief eingeführt werden.

Symbolfoto: Pixabay

Arzt betreibt eigenes kleines Testcenter

«40 Prozent der Bevölkerung sollten sich gemäss Bundesrat pro Woche testen lassen, doch davon sind wir meilenweit entfernt», sagt Claudio Cipolat. Für den Dübendorfer Spezialarzt für Dermatologie und Venerologie ist das regelmässige Testen nach der Impfung die zweitbeste Massnahme, um die Ansteckungswelle zu brechen.

Doch er hat festgestellt, dass die Bevölkerung nur unzureichend über die Testmöglichkeiten informiert ist. «Ein Schnelltest pro Woche ist gratis, wenn man symptomfrei ist», sagt Cipolat. Seiner Auffassung nach wüssten das aber noch immer zu wenige Leute. Selbst Ärzte seien aufgrund der Informationsflut nicht immer auf dem Laufenden.

Abstrich nach Feierabend

Cipolat bedauert, dass im Kanton Zürich nur wenige Apotheken Tests anböten – 50 sind es gemäss einer Aufstellung auf der Website des Apothekerverbands. Er hat dafür aber auch Verständnis. Nicht alle Apotheken verfügten über die notwendigen Räumlichkeiten. Und die finanzielle Entschädigung sei gemessen am Aufwand klein.

Um der Test-Misere etwas entgegenzusetzen, betreibt Cipolat in seiner Praxis eine Art Testcenter mit einer Kapazität von täglich 200 Schnelltests auf Anmeldung. Hierzu hat er ein kleines Team aus Medizinstudenten und Praxisassistentinnen in Ausbildung zusammengestellt, die flexibel einsetzbar sind.

«Wie Nasebohren»

Bei Bedarf wird unter der Woche bis 20 Uhr und auch samstags getestet, wodurch der normale Praxisbetrieb nur am Rand tangiert werde. Geöffnet ist sogar am Karfreitag. «Das gibt auch symptomfreien Personen die Sicherheit, beim Familientreffen an Ostern niemanden mit Corona anzustecken.»

Die neuen Schnelltests von Roche hätten eine Genauigkeit von 95 Prozent und seien im Vergleich zu früheren Ausführungen nicht mehr unangenehm, sagt Cipolat. Für die Entnahme müsse das Wattestäbchen lediglich noch etwa zwei Zentimeter tief eingeführt werden. «Ich sage den Leuten immer: Das ist wie Nasebohren.»

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