Es waren beindruckende Zahlen zum volkwirtschaftlichen Nutzen des Innovationsparks, die die Verantwortlichen des Projekts im Februar vorlegten. Rund 2,5 Milliarden Franken soll die jährliche Wertschöpfung dereinst bei Vollbetrieb betragen. Ein Grossteil davon werde direkt auf dem Gelände erwirtschaftet, der Rest bei Zulieferern und im lokalen Gewerbe. Auf dem Park könnten gemäss Studie 10‘000 Arbeitsplätze geschaffen werden, in der unmittelbaren Umgebung weitere 4000.
Der Regierungsrat zeigte sich von den Studienergebnissen «bestätigt», wie er in einer Mitteilung schrieb. «Innovationskraft ist der Schlüssel für Wachstum und Wohlstand in unserem Kanton», liess sich Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) zitieren. « Deshalb bleiben wir dran und treiben zusammen mit allen relevanten Partnern die Arbeiten auf dem Flugplatz Dübendorf voran.»
Bestelltes Studienergebnis?
Während die Zürcher Handelskammer applaudierte, machte die kantonale SVP auf Spielverderber. Die Partei kritisierte ein weiteres Mal die Pläne für den Innovationspark und äusserte Zweifel daran, dass die Studie unabhängig sei. Die Untersuchung wurde von der Stiftung Innovationspark Zürich in Auftrag gegeben, ausgeführt hat sie das Institut für Wirtschaftsforschung BAK Economics.
Mittlerweile hat der Dübendorfer Gemeinde- und Kantonsrat Orlando Wyss (SVP) nachgedoppelt – mit einer Anfrage an den Regierungsrat. Auch er hinterfragt die Unabhängigkeit: «Man wird den Verdacht nicht los, dass das Ergebnis im Studienauftrag inkludiert war», schreibt er in seinem Vorstoss. Die «gigantischen Zahlen» sollten jede Kritik «an der Sinnhaftigkeit dieses neuen überdimensionierten Stadtteils von Dübendorf im Keime ersticken».

