Bisher war das Kunststoffrecycling in Dübendorf auf Hohlkörper wie Shampoo- oder Waschmittelflaschen beschränkt, die in einer Mulde in der Hauptsammelstelle an der Usterstrasse entsorgt werden konnten. Seit Anfang März nun können die gängigsten Kunststoffe – Verpackungsmaterial, Plastikbehälter, Blumentöpfe, Kinderspielzeug – mit einem speziellen Sack in der Sammelstelle abgegeben werden. Noch immer separat entsorgt werden müssen kostenpflichtige Kunststoffe wie PVC oder Styropor; der PET-Container kann nach wie vor gratis gefüllt werden.
Mit der Änderung kommen die Verantwortlichen auch einer Forderung aus dem Parlament nach. Bereits 2015 hatte die frühere Gemeinderätin Andrea Kennel (parteilos) zusammen mit Mitunterzeichnenden eine ausgeweitete Sammlung von Kunststoffen ins Spiel gebracht.
Der Stadtrat winkte damals ab und berief sich auf den Kanton und den Bund, die beide von einer separaten Sammlung von gemischten Kunststoffabfällen aus Haushalten abrieten. Solange bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt seien, sei es besser, mit Plastikabfällen in Kehrichtverbrennungsanlagen Strom und Wärme zu erzeugen, hiess es. Die Ausnahme: Von den Verbrauchern vorsortierte Hohlkörper, die aus einem hochwertigeren Material bestehen und deshalb leichter für die Wiederverwertung aufgearbeitet werden können.
Sortiert wird in Rheinfelden
«Es ist tatsächlich so, dass der sogenannte Stofffluss von gemischtem Haushaltkunststoff lange Zeit nicht kontrollierbar war», sagt Raymond König, Leiter der Abteilung Tiefbau. So seien die Abfälle auf unbekannten Wegen nach Asien gelangt, und niemand habe garantieren können, dass sie dort auch umweltgerecht wiederverwertet würden. Auch habe das zuständige kantonale Amt diese Art des Recyclings als teuer und nicht kostendeckend beurteilt.

