Als im Jahr 1908 ein junger Lehrer an der « Kreuzstrasse» vorbeiging, um die Stelle im Schulhaus Neubrunn anzutreten, schlug die Kirchenuhr die elfte Stunde. So schreibt es Hermann Riedweg in seinen « Erinnerungen an meine ersten zwei Schuljahre im Tösstal » . Das bestätigt, dass die Wirtschaft schon damals so hiess. Denn auf einer alten Ansichtskarte von 1902 stand bei der Einkehrmöglichkeit noch « Stahel » an der Hauswand.
Der Namen « Kreuzstrasse » konnte sich bis in die Gegenwart halten, wurde aber vor ein paar Jahren abgelöst durch ein wenig romantisches « Take Away » – womit auch die gemütliche Wirtsstube verschwand. Diese hatte viel zum Dorfleben beigetragen, war ein beliebter Treffpunkt.
Werner Steiner, Sohn der einstigen Besitzerin und langjähriger Wirt, warb gemäss einem alten Zeitungsbericht vor dem Jahrmarkt mit den Zeilen: « De Köbi sait zu sinere Trudi, mir gönd an Jahrmärt, lupf dis Fudi. I dä Chrüzstrass z’Turbethal isch Metzgete. »
Die Stimme der Denkmalpflege
Im Oktober 1980 hatte die Kantonale Denkmalpflege eine Bestandsaufnahme des Gebäudes gemacht und wenig zimperlich festgehalten: « Das Gasthaus steht als Eckbau an der Strassenkreuzung Tösstalstrasse – St. Gallerstrasse. Durch den Abbruch des ehemals gegenüberliegenden Sigristenhauses (Scheuermeier-Haus) wurde der zentrale Kreuzungspunkt entscheidend gestört. »

