Das Verdikt der Ustermer ist klar: Das Gebiet Grossriet soll grün bleiben. Sowohl das Ja zu den beiden Initiativen der Grünen wie auch den zwei Gegenvorschlägen sprechen sich deutlich dafür aus. Dass die Partei mit der «Initiative gegen den sinnlosen Bau der Neuen Greifenseestrasse in Nänikon» knapp dem Gegenvorschlag des Stadtrates unterlag, ist eine Randnotiz.
Dem Kanton muss diese Botschaft aus Uster zu denken geben. Seine Pläne der 640 Meter langen Strasse behagen den Ustermern gar nicht. Auf eine Anfrage dreier Kantonsräte hatte der Regierungsrat noch im vergangenen Oktober verlauten lassen: Eine Alternative zur Neuen Greifenseestrasse gibt es nicht. Solche Aussagen kommen mit dem klaren Votum aus Uster nur noch trotzig daher.
Denn beim Begriff «Neue Greifenseestrasse» sträuben sich nicht nur bei den Ustermer die Nackenhaare. Vom Verkehrsaufkommen dieser Strasse wäre auch Mönchaltorf und vor allem Greifensee betroffen. Dort hat der Gemeinderat seine Opposition schon vor Jahren angekündigt.
Geballte Ladungen gegen Kantonsregierung
Auch bei der Kulturland-Initiative «Landwirtschaft statt Betonklötze» wird der Kanton ein Wörtchen mitreden wollen. Bei dieser Vorlage haben die Ustermer entschieden, keine Überbauung im Näniker Grossriet zuzulassen. Somit sind sie nicht dem Gegenvorschlag des Stadtrats gefolgt, sondern den Grünen.

