Sportzentrum in Wangen ist einen grossen Schritt weiter
Das geplante Sportzentrum im Dürrbach hat am Sonntag die wohl höchste Hürde genommen: Die Stimmberechtigen genehmigten die Leistungsvereinbarung zwischen dem bestehenden Zweckverband und der Sportzentrum Dürrbach AG. Und das deutlich – in Dübendorf mit 83 Prozent Ja-Stimmen, in der Standortgemeinde Wangen-Brüttisellen mit 85 Prozent Zustimmung. Das 48 Millionen Franken teure Vorhaben, hinter dem der Zürcher Turnerverband und der Regionalverband Zürich Tennis stehen, wird auf breiter Front unterstützt.
13 Sporthallen für 30 Sportarten
«Wir freuen uns sehr über das Resultat», sagt Mark Brunner, Verwaltungsratspräsident der Sportzentrum Dürrbach AG. Angesichts der Rahmenbedingungen habe er mit einer grossen Zustimmung gerechnet. Einerseits, so Brunner, sei die bestehende Dreifachturnhalle in die Jahre gekommen und hätte früher oder später saniert oder gar ersetzt werden müssen. «Und das wäre für die Zweckverbandgemeinden wohl teurer geworden als die jetzige Lösung.» Auf der anderen Seite hätten die lokalen Sportvereine im wesentlich grösseren Sportzentrum deutlich mehr Platz zum Trainieren.
Tatsächlich sind die Ausmasse des Projekts alles andere als bescheiden. Das Zentrum beinhaltet 13 Sporthallen, diverse Schulungsräume sowie Lagerflächen auf drei Etagen. Auf einer Geschossfläche von 23‘000 Quadratmetern sollen dereinst mehr als 30 Sportarten ausgeübt werden. Dazu kommt eine gastronomische Infrastruktur mit Cafeteria und Buffetstationen. Auch ein Shop sowie ein Sportlager mit 40 Betten sind geplant.
Noch 12 Prozent fehlen
Bestandteil der nun genehmigten Leistungsvereinbarung ist ein Darlehen von 7 Millionen Franken. Ausserdem beteiligen sich die Zweckverbandsgemeinden mit knapp zwei Millionen Franken am Bau von Garderoben für den Aussenbereich und den Rückbaukosten der bestehen Halle. Ebenfalls festgehalten ist ein jährlicher Betriebsbeitrag von 495‘000 Franken zugunsten der Sportzentrum Dürrbach AG.
«Wir setzen alles daran, damit das Zentrum im August 2023 bereit für den Betrieb ist.»
Mark Brunner, Verwaltungsratspräsident der Sportzentrum Dürrbach AG
Die Vereinbarung wird allerdings erst rechtskräftig, wenn die Finanzierung gesichert ist. Durch Gelder von Bund, Kanton und Banken sind rund drei Viertel der budgetierten Kosten gedeckt. Dazu kommen jetzt die Finanzspritzen aus Dübendorf und Wangen-Brüttisellen.
Verwaltungsratspräsident Brunner ist zuversichtlich, dass die Finanzierung der noch ausstehenden zwölf Prozent zeitnah gelingt. Man sei mit verschiedenen Stellen «im Gespräch». Für den Schlussspurt hätten die beteiligten Verbände allerdings bis nach der Abstimmung warten wollen. Ausserdem habe man ein Crowdfunding gestartet.
Einweihung bereits Mitte 2023?
Welche Mieter dereinst in das Sportzentrum einziehen werden, ist laut Brunner noch nicht spruchreif. Man sei aber mit diversen Interessenten in konkreten Verhandlungen. Bekannt sind die Pläne der Kunst- und Sportschule Zürcher Oberland, im Dürrbach eine Filiale zu eröffnen. Auch von einer Trampolinhalle war mal die Rede gewesen.
Der Zeitplan für die Realisierung des Projekts ist «durchaus sportlich», wie Brunner einräumt: Da die Baubewilligung bereits vorliegt, soll bereits im Herbst mit dem Bau begonnen werden. «Danach setzen wir alles daran, damit das Zentrum im August 2023 bereit für den Betrieb ist.»