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Verschiedene Handhabung einer lädierter Strasse

Die Greifenseestrasse auf Volketswiler Boden weist einige Schäden aus und muss demnächst saniert werden. Auf Ustermer Gebiet mussten die städtischen Mitarbeiter den Belag notdürftig ausbessern – eine Sanierung liegt dort dennoch in weiter Ferne.

Auf der Greifenseestrasse Richtung Volketswil war bis vor kurzem der stark beschädigte Asphalt deutlich zu sehen., Inzwischen wurde zumindest auf Ustermer Boden das gröbste geflickt., Schwere LKWs setzten der Strassse im Lauf der Jahre zu., Auf Ustermer Gebiet wird im Gegensatz zu Volketswil die Sanierung nicht sofort angepackt.

Foto: Philipp Gaemperli

Verschiedene Handhabung einer lädierter Strasse

Wer mit dem Auto von Greifensee in Richtung Zimikon fährt, wird bis zum Erlenwiesenkreisel ordentlich durchgeschüttelt. Die Strasse weist etliche Risse und Löcher auf.

Auch wenn der Belag auf der Greifenseestrasse mitgenommen ist, ist der Zustand auf Volketswiler Gebiet gemäss Roger Letter, Abteilungsleiter Tiefbau und Werke der Gemeinde, aber noch zumutbar und birgt keine Sicherheitsrisiken. «Die Strassenschäden mögen zwar zu einer Komforteinbusse führen», sagt Letter. Für die Verkehrsteilnehmer sei die Situation aber ungefährlich und auch Fahrzeuge würden dabei keinen Schaden nehmen.

«Das ist eine ganz andere Belastung als auf einer Quartierstrasse, wo nur PWs durchfahren.»

Roger Letter, Abteilungsleiter Tiefbau und Werke Volketswil

Geschuldet sind diese Strassenschäden laut Letter der hohen Verkehrsfrequenz. «Als Hauptanbindung für Greifensee wird die Strecke viel befahren.» Ausserdem führe sie durch ein Industriegebiet, was viel Lastwagenverkehr mit sich bringe. «Das ist eine ganz andere Belastung als auf einer Quartierstrasse, wo nur PWs durchfahren.»

50 Jahre alte Wasserleitung

Wann der Strassenbelag auf der Strecke das letzte Mal ausgewechselt worden sei, könne er nicht auswendig sagen, es sei aber bestimmt schon weit über 20 Jahre her, so Letter. So lange halte ein Belag in der Regel mindestens.

Die Zeit für eine Sanierung scheint also reif. Doch die Termine für solche Unterhaltsarbeiten werden in der Gemeinde Volketswil langfristig geplant. «Wir stehen ja nicht einfach eines Morgens auf und entscheiden, heute zu sanieren», so Letter. Aktuell plant die Gemeinde ab Juli mit der Neuasphaltierung. «Wir wollen die verkehrsarme Zeit in den Sommerferien nutzen», sagt Letter.

Dabei soll neben dem Strassenbelag auch die Wasserleitung ersetzt werden. Diese sei schon über 50 Jahre alt und müsse ausgewechselt werden. Wie die Verkehrsführung auf der rund 250 Meter langen Greifenseestrasse von der Gemeindegrenze zu Uster bis zum Erlenwiesenkreisel sein wird, müsse in der aktuellen Projektplanung noch bestimmt werden, sagt Letter.

Bis zum «Nachbarn» sanieren

Wahrscheinlich werde der Verkehr zeitweise mit Ampeln geregelt. Er rechne mit Kosten von rund 700‘000 Franken für die Bauarbeiten. Die Arbeiten würden circa drei bis vier Monate dauern. «Danach haben wir wieder rund 20 Jahre Ruhe», so Letter.

Bereits im letzten Jahr wurde der Abschnitt nördlich vom Erlenwiesenkreisel erneuert. Die Arbeit in Etappen mache Sinn, um den Verkehrsfluss nicht zu sehr zu stören, sagt Letter.

Klar ist bei den bevorstehenden Arbeiten, dass die Volketswiler die Greifenseestrasse nur bis zur Gemeindegrenze erneuern werden. Ab dann muss der grosse Nachbar die Sanierung der Verlängerung der Greifenseestrasse, die auf Ustermer Boden Grossrietstrasse heisst, anpacken.

Bürger meldet Schlagloch

Das hat die Stadt Uster bereits getan. Die grösseren Löcher und Risse, die letzte Woche noch in der Strasse zu sehen waren, sind mit Asphalt ausgebessert worden. Wie Andreas Frei, Abteilungsleiter Bau der Stadt Uster, sagt, habe am Montagmorgen ein Autofahrer beim Strasseninspektorat ein Loch auf der Fahrbahn gemeldet. «Unsere Leute mussten dann vor Ort feststellen, dass der Winter ziemlich stark zugeschlagen hat», sagt Frei. Die kalten Tage mit minus 10 bis minus 15 Grad hätten offenbar die eingedrungene Feuchtigkeit im Asphalt gefrieren lassen, und dieser sei mit der Ausdehnung des Eises aufgerissen worden.

«Natürlich sieht man der Strasse an, dass sie nicht neu ist.»

Andreas Frei, Abteilungsleiter Bau Stadt Uster

Schwere Maschinen wie LKWs und Traktoren hätten ebenfalls einen wesentlichen Anteil an den Strassenschäden beigetragen. Besonders ausgewirkt habe sich das in der Kurve zwischen der Hug Baustoffe AG und dem EKZ in Volketswil.

Dies, weil dort in der Vergangenheit der Belag schon wegen Grabenarbeiten aufgerissen wurde und so ein «Flick» in der Strasse gemacht werden musste. Durch diesen kann leichter Wasser in die Strasse eintreten, was wiederum gefrieren kann. Solche «Flicke» seien generelle Schwachstellen im Belag, sagt Frei. «Der Rest der Strasse ist in einem besseren Zustand. Aber natürlich sieht man der Strasse an, dass sie nicht neu ist.»

Sanierung aufgeschoben

Eine komplette Erneuerung der Grossrietstrasse sei vor etwa 25 Jahren realisiert worden. Eine Neuasphaltierung der gesamten Strassen wie in Volketswil planen die Ustermer erst «zeitnah abgestimmt mit dem Kanton», sagt Frei.

Der Aufschub hat einen brisanten politischen Grund rund um die umstrittenen Pläne zur Neuen Greifenseestrasse, über deren Zukunft die Ustermer am kommenden Abstimmungssonntag mitentscheiden.

Gemäss Frei werde Uster erst die Entscheidung über die entsprechenden Abstimmungsvorlagen abwarten, um zu sehen, ob sich allenfalls die Zuständigkeiten im Strassennetz verändern könnten. «Abhängig vom Ausgang der Abstimmung wäre dies mit dem Kanton auch hinsichtlich der Sanierungskosten zu prüfen», sagt Frei.

Erst in Gesprächen mit dem Kanton, könnte die künftige Funktion der Grossrietstrasse abgestimmt werden, sagt Frei. «Falls der Abschnitt eine Gemeindestrasse bleibt, erneuern wir die Strecke voraussichtlich in circa zwei bis fünf Jahren.»

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