Sechs Stimmzettel für zwei Abstimmungsvorlagen: Die Ustermer Stimmberechtigten können sich bis zum Abstimmungssonntag am 7. März, für eine radikalere oder eine sanftere Variante gegen Bauvorhaben im Gebiet Grossriet aussprechen – oder alles verwerfen und beim Status Quo bleiben.
Die radikalere Version kommt von den Ustermer Grünen. Mit den Volksinitiativen «Kulturland-Initiative für Nänikon: Landwirtschaft statt Betonklötze» und «Initiative gegen den sinnlosen Bau der Neuen Greifenseestrasse in Nänikon» wollen die Grünen den Strassen- und Siedlungsbau im grünen Areal zwischen Nänikon und Volketswil verhindern (siehe Box). Die Grünen wollen mit den Initiativen an alte Erfolge anknüpfen. 2018 verhinderten sie mit der Waldinitiative die Rodung im Hardwald, die der Stadtrat wegen des dortigen Kiesabbaus geplant hatte.
Bauern mit klarer Botschaft
Für ihre aktuellen Begehren bekommt die Partei nun Rückendeckung von den Ustermer Bäuerinnen und Bauern. In einer Medienmitteilung sprechen sich 22 von ihnen für beide Initiativen aus. Die Unterstützung für die Kulturland-Initiative kommt nicht von ungefähr. Denn mit der Vorlage verlangt die Partei, dass die heutige Reservezone zur Landwirtschaftszone wird. Willi Denzler, Näniker Landwirt und Präsident des Landwirtschaftlichen Vereins Uster, sagt denn auch: «Es ist einfach schade und unzeitgemäss, so ebenes, gut zu bewirtschaftendes Land zu überbauen. Es soll weiter von uns Bauern genutzt und gepflegt werden.»

