Abo

Politik

Schindler & Scheibling baut neuen Produktionsstandort

Für die Produktion ihrer Vollholzelemente braucht die Schindler & Scheibling AG mehr Platz. Ein geeignetes Gelände hat die Firma im Tösstal gefunden.

Antreten zum Spatenstich: Arnold Schindler mit seinen Enkelkindern, Christian Scheibling, Nathanael Weiss und Martin Oberholzer., So soll die neue Produktionshalle von Schindler & Scheibling in Saland aussehen.

Visualisierung: PD

Schindler & Scheibling baut neuen Produktionsstandort

In Saland sind die Bagger aufgefahren. Im Industriegebiet Frauwis entsteht in den nächsten Monaten ein grosses Neubauprojekt. Die Bauherrschaft hat das Architektur- und Holzbauunternehmen Schindler & Scheibling inne. Die Firma hatte das Gelände bereits 2012 gekauft mit der Idee, mit einem Neubau die fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten an ihren Standorten in Uster und Hittnau zu kompensieren.

«In Saland sind wir fündig geworden», sagt Mitinhaber Christian Scheibling. «Es sind gut 20‘000 Quadratmeter, die wir hier bebauen können.» In einem ersten Schritt will die Firma zwei Gebäude realisieren. Die restliche Fläche ist als Reserve für die Zukunft gedacht.

Wir haben hier für die nächsten Generationen den Grundstein gelegt.»

Christian Scheibling, Mitinhaber von Schindler & Scheibling

Denn der Familienbetrieb soll auch später noch wachsen können: «Uns liegt am Herzen, dass man das, was wir aufgebaut haben, weitertragen kann. Wir haben hier für die nächsten Generationen den Grundstein gelegt.»

Aufrichte im Sommer

Die Baufreigabe für das Projekt ist Ende 2020 erfolgt. Am Dienstag haben nun die Arbeiten für den Aushub der zweistöckigen Produktionshalle begonnen. Mit einem Grundriss von 3200 Quadratmetern wird diese zwischen den beiden Hütten von Schöner Feiern und der Bahnlinie zu stehen kommen.

Der Zeitplan sieht vor, dass in den kommenden Monaten die Beton-Arbeiten für das Fundament gemacht und die Bodenplatten verbaut werden. Scheibling erklärt, dass die Aufrichte vom Gebäude für diesen Sommer geplant sei. «Dann folgt noch der Ausbau, damit wir die Halle Ende Jahr in Betrieb nehmen können.»

Etwas weiter Richtung Tösstalstrasse befindet sich die zweite Baustelle von Schindler & Scheibling. Hier entsteht auf einer Fläche von gut 1000 Quadratmetern eine zweistöckige Lagerhalle. Die Kosten für beide Bauten belaufen sich auf rund 20 Millionen Franken.

Holz aus der Region

In der neuen Halle in Saland will Schindler & Scheibling an 12 bis 15 neuen Arbeitsplätzen ihre ganze Produktion von Vollholzelementen abwickeln. Diese findet bisher in Hittnau und Uster statt.

Während sich die Firma vom Standort Hittnau trennt, konzentriert sie sich in Uster künftig auf die Planungsabteilung und den Bereich Spezialbau. «Der Standort ist strategisch extrem gut gelegen, da wir sehr viele Umbauten im Grossraum Stadt Zürich machen», sagt Scheibling.

Die Vollholzelemente stellt Schindler & Scheibling mittels CNC-gesteuerter Holzzuschnittanlage passgenau her und montiert sie später – ohne Nägel, Schrauben oder Leim – mittels Holzzapfen auf den Baustellen. Das Holz für die Bauteile stammt ausschliesslich aus dem Züricher Oberland. «Diese Devise haben wir uns fest auf die Fahne geschrieben. Wir sind selber Waldbesitzer und uns liegt das Regionale am Herzen», betont Scheibling.

Kunden denken nachhaltig

Gemäss dem Mitinhaber ist auch den Kunden eine einheimische und nahe Produktion wichtig. «Man merkt, dass sie wieder vermehrt regionale Unternehmen berücksichtigen und diese unterstützen wollen.»

«Die Leute investieren wieder in ihre eigenen vier Wände.»

Christian Scheibling

Ausserdem nehme das nachhaltige Denken bei den Leuten zu, was zu einem Zuwachs in der Nachfrage beim Holzbau führe. «Man ist bewusster unterwegs und legt Wert auf gesundes Wohnen», sagt Scheibling.

Die Corona-Krise habe diesem Trend keinen Abbruch getan. Im Gegenteil. «Die Leute investieren wieder in ihre eigenen vier Wände. Vielleicht nicht gleich in ganze Häuser, aber in Umbauarbeiten.»

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.