Auf der Näniker Bluetmatt steht an diesem Sonntag ein kleines Grüppchen. Dort, wo vor bald 600 Jahren die Verteidiger von Greifensee nach ihrer Kapitulation von einem Innerschweizer Heerhaufen massakriert worden sind.
Die paar Seelen neben dem düsteren Denkmal tragen Masken und sind gut eingepackt, um sich gegen Wind und Regen zu schützen: So sieht der Auftakt zu einem Abstimmungskampf in Coronazeiten aus. Die Ustermer Grünen wollen ihren beiden Initiativen, die am 7. März an die Urne kommen, Aufmerksamkeit verleihen. Ihr Kampf soll von Erfolg gekrönt sein, anders als damals jener der Greifenseemer im Alten Zürichkrieg.
Doppelstoss mit zwei Initiativen
Das Ziel der beiden Vorlagen ist die Verhinderung der Neuen Greifenseestrasse, die mitten durchs Näniker Grossriet führen soll. Während sich die eine direkt gegen die geplante Strasse richtet, geht die andere noch weiter. Das Gebiet zwischen dem Dorf Nänikon und der geplanten Strasse liegt in der Reservezone. Die Grünen wollen die rund 28 Hektaren aber zum Landwirtschaftsland machen und damit auch eine Überbauung in ferner Zukunft verunmöglichen.
Und so erfahren die ausgewählten « VIPs » – aufgrund der Corona-Restriktionen konnten die Grünen nur eine Handvoll Leute zur Führung einladen, dass der Grund für die beiden Initiativen der Kanton ist, der die Planung der Verbindungsstrecke vorantreibt.

