Am Montag fand im Dübendorfer Parlament der grosse Showdown in Sachen Tempo 30 statt. Zur Debatte stand die etappierte Einführung einer Temporeduktion auf sämtlichen Quartierstrassen. Und dazu, für die Umsetzung, ein Kredit von 930‘000 Franken. Der entsprechende Antrag auf der Grundlage einer Motion von Theo Johner (BDP/CVP/EVP) hatte schon einen langen Weg durch die politischen Instanzen hinter sich, entsprechend gestählt zeigten sich die Parlamentarier im Wortgefecht.
Man sei nicht kategorisch gegen Tempo 30, wiederholte etwa Paul Steiner (SVP/EDU) im Namen einer Minderheit der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK). Man sei aber sehr wohl gegen eine flächendeckende Einführung, und genau das bezwecke der Stadtrat, so Steiner mit Verweis auf die geplante, separate Tempo-30-Zone im Stadtzentrum. Stattdessen müsse über jedes Teilprojekt abgestimmt werden, forderte er. «Haben Sie nicht die Illusion, dass Sie später dann noch einzelne Zonen auf dem Rekursweg erfolgreich bekämpfen können.»
Auch Stefan Angliker (FDP) sprach sich gegen den stadträtlichen Antrag aus. Punktuell könne Tempo 30 sinnvoll sein, sagte er. «Aber es gibt durchaus Quartierstrassen, die ein höheres Tempo zulassen.» Zudem seien in Tempo-30-Zonen oft flankierende bauliche Massnahmen nötig, die ein ständiges Abbremsen und Beschleunigen nötig machten. Das sei aus energetischer Sicht nicht gut.
Die Weiterentwicklung
Sicherheitsvorstand Hanspeter Schmid (BDP) erklärte, die Forderung nach Massnahmen für mehr Verkehrssicherheit und mehr Lebensqualität in den Quartieren sei in den letzten Jahren spürbar lauter geworden. Letztlich rechtfertigten die mehrheitlich positiven Erfahrungen mit den bestehenden Tempo-30-Zonen eine Neubeurteilung der Gesamtsituation, sagte er bezugnehmend auf das zweimalige Volks-Nein in den Jahren 2004 und 2013.

