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Politik

Bruno Kleeb will Kirchenrat werden

Die Reformierte Kirche des Kantons Zürich sucht einen neuen Kirchenrat. Zur Ersatzwahl tritt Bruno Kleeb an. Der Baumer ist bekannt als Heimleiter des Alters- und Pflegeheims Böndler.

«Als Kirchenrat kann man mitprägen und gestalten», begründet Bruno Kleeb seine Motivation.

Foto: PD

Bruno Kleeb will Kirchenrat werden

Im Zürcher Kirchenrat ist ein Sitz vakant. Die Ersatzwahl ist nötig geworden, weil Daniel Reuter nach über 13-jähriger Amtszeit auf Ende 2020 zurück getreten ist. Wie die Evangelisch-Kirchliche Fraktion (EKF) der Zürcher Kirchensynode mitteilt, schlägt sie Bruno Kleeb aus Bauma zur Wahl vor. Der Synodale Oliver Madörin aus Hinwil hatte aus persönlichen Gründen seine Kandidatur zurückgezogen.

«Die reformierte Kirche liegt mir am Herzen. Ich bin überzeugt, dass ich mit meiner kirchlichen und beruflichen Erfahrung im Kirchenrat etwas zu deren positiven Entwicklung beitragen kann», erklärt Kleeb die Beweggründe für seine Kandidatur.

Reduziertes Böndler-Pensum

Bruno Kleeb ist im Zürcher Oberland aufgewachsen und lebt in Bauma. Er wird dieses Jahr 50-jährig, ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern. Nach der obligatorischen Schulzeit hat er zunächst eine Lehre als Schreiner für Möbel und Innenausbau absolviert. In den 1990er Jahren besuchte er die Fachhochschule Aarau und schloss dort als Sozialpädagoge FH ab.

«Mein Pensum als Heimleiter könnte ich um 20 Prozent reduzieren.»

Bruno Kleeb, Heimleiter Alters- und Pflegeheim Böndler in Bauma

Seither war er in verschiedenen Berufen tätig und arbeitete als Arbeitstherapeut in einer Wiedereingliederungsstätte, als Personalberater beim RAV und als Amtsvormund bei der Stadt Wetzikon. Mittlerweile ist Kleeb seit mehr als 12 Jahren als Heimleiter des Alters- und Pflegeheims Böndler in Bauma tätig. Wie er erklärt, würde er die Stelle im Fall einer Wahl mit reduziertem Pensum beibehalten.

Kirchenrat sei ein Nebenamt, dessen Aufwand nicht genau definiert sei. Der zurücktretende Kirchenrat habe dafür 30 Prozent aufgewendet. «Mein Pensum als Heimleiter könnte ich um 20 Prozent reduzieren. 10 Prozent kann ich gut in meiner Freizeit erledigen.»

Für den Böndler müsste auch keine neue Person gesucht werden, die Bruno Kleeb in seiner Arbeit unterstützen könnte. «Ich habe ein sehr gute Stellvertretung und eine gut funktionierende Geschäftsleitung», betont er. «Es besteht die Möglichkeit, Sekretariatsstellen aufzustocken.»

Mitprägen und gestalten

In der Reformierten Kirche ist Bruno Kleeb seit Langem in verschiedenen Ämtern tätig. So war er während drei Amtsdauern Mitglied der Baumer Kirchenpflege, die letzten acht Jahre davon als Präsident. Seit 2006 ist er Synodaler der Kirchensynode.

Und vor rund zehn Jahren wurde er in die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des kantonalen Kirchenparlamentes gewählt, die er seit fast vier Jahren als Präsident leitet. Wie Kleeb erklärt, müsste er bei einer Wahl in den Kirchenrat von beiden Ämtern zurücktreten.

«Die Kirchgemeinden leisten vielerorts ausgezeichnete Arbeit.»

Bruno Kleeb

Diese Funktionen zugunsten des Kirchenrats aufzugeben, habe auch Vorteile. Als Mitglied der GPK könne man zu den Geschäften nur Fragen stellen. «Als Kirchenrat kann man mitprägen und gestalten.»

Bruno Kleeb hofft, dass er als Kirchenrat einiges bewirken könnte: «Die Kirchgemeinden leisten vielerorts ausgezeichnete Arbeit. Diese Kirchgemeinden will ich ermutigen sich in Wort und Tat für das Evangelium einzusetzen.»

Die Anhörungen bei den übrigen drei Fraktionen der Kirchensynode werden in den nächsten Wochen stattfinden. Die Wahl durch das Kirchenparlament ist auf Dienstag, 23. März, traktandiert.

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