Das Postulat «keine bürokratischen Hindernisse für Freiwilligenarbeit» von Gemeinderat Balthasar Thalmann sorgte am Montagabend für reichlich Diskussion im Ustermer Parlament. Der SP-Politiker wollte mit dem Vorstoss erreichen, dass der Stadtrat prüft, wie bei Veranstaltungen (zum Beispiel Vereinsanlässe) das Bewilligungsverfahren vereinfacht und die Auflagen entschlackt werden können.
Die Postulatsantwort des Stadtrates, die seit Dezember aufliegt, war für Thalmann Grund für Lob und Tadel zugleich. So sagte er während der Gemeinderatssitzung: «Der Stadtrat ist bereit, die Gebührenordnung anzupassen. Ein sehr guter Schritt.» Es mache einfach keinen Sinn, wenn bei der einen Abteilung Gebühreninnahmen verbucht und bei der anderen Abteilung für genau denselben Zweck Fördergelder ausgeschüttet würden.
Bürokratische Hürden sollen weg
Dagegen monierte Thalmann die Vorschriften für diese Freiwilligenarbeit. «Keine Vorschrift ist einfach ein Naturgesetz und muss so sein, weil es einfach so ist.» Insofern sei es nicht wahnsinnig hilfreich, wenn der Stadtrat schreibe, dass ihm die Hände gebunden seien, weil Vorschriften kantonalem und eidgenössischem Recht entsprächen.
Für deren Abbau könne beispielsweise auf Kantonsebene etwas getan werden, sagte Thalmann und appellierte an Stadträtin Karin Fehr (Grüne), Stadtrat Stefan Feldmann (SP) und Gemeinderat Walter Meier (EVP), die allesamt auch Mitglieder des Kantonsrats sind.

