In der Frage, ob man für die Dübendorfer Hauptsammelstelle eine Berechtigungskarte braucht, gab es in letzter Zeit ein ziemliches Hin und Her. Es fing damit an, dass die Stadt Dübendorf im Juni 2019 kommunizierte, dass die Karte ab sofort nicht mehr nötig sei und somit auch die Grundgebühr von zehn Franken für Auswärtige entfalle.
Als Grund gaben die Verantwortlichen an, Auswärtige würden die Dübendorfer Sammelstelle nicht in dem Mass besuchen, wie einst befürchtet worden war. Im Gegenteil: Man profitiere auch von den abgegebenen Wertstoffen, die seien nämlich ein Geschäft.
Weiter war geplant, den Wertstoffkalender, an den die Karte jeweils angeheftet war, nicht mehr automatisch an alle Haushalte zu verschicken. Wer sich dafür interessiere, sollte ihn bestellen oder an bestimmten Stellen abholen können, so der Plan, der «aus ökonomischen und ökologischen Überlegungen» heraus entstanden ist.
Das Parlament hat gesprochen
Dann aber stellte sich heraus, dass die zuständige Abteilung vorauseilend gehandelt hatte – «wenn auch im guten Willen», wie Stadtrat Jürgen Besmer (FDP) damals attestierte. Denn um das Vorhaben umzusetzen, wäre eine Änderung in der städtischen Abfallverordnung nötig gewesen. Mittlerweile hat das Parlament der Teilrevision zwar zugestimmt – doch damit letztlich keine Umstellung herbeigeführt. Denn in der revidierten Verordnung ist aufgeführt, dass Berechtigungskarte und Abfallkalender der Bevölkerung weiterhin «zur Verfügung gestellt» würden.

