Huber+Suhner AG nimmt Produktion wieder auf
Wie am Montag berichtet, war das IT-Netzwerk von des Herstellers von optischen Verbindungen, Huber+Suhner, in Pfäffikon Ziel einer Cyberattacke mit Schadsoftware. Kurz nach dem Feststellen des Angriffs deaktivierte das Unternehmen sämtliche Arbeitsstationen in Produktions- sowie in administrativen Bereichen weltweit, um weiteren möglichen Schaden abzuwenden.
Betrieb angelaufen
« In intensiver Zusammenarbeit rund um die Uhr zwischen dem Unternehmen, dem OutsourcingPartner für IT-Infrastruktur und weiteren Experten wurden alle deaktivierten Systeme weltweit etappenweise geprüft. Nach einer eingehenden Testphase konnten erste Produktionsaufträge an den Schweizer Standorten wieder einwandfrei abgearbeitet werden », schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung . « In den Werken weltweit werden parallel dazu die Voraussetzungen für eine sichere Wiederaufnahme der Produktionsaktivitäten geschaffen. »
Um das Risiko einer weiteren Ausweitung der Schadsoftware auszuschliessen, hatte Huber+Suhner auch zentrale administrative Systeme einschliesslich des Finanzwesens und der Personaladministration deaktiviert. Auch diese würden laufend wieder in Betrieb genommen.
Lieferverzögerungen aufgrund des Produktionsunterbruchs
Der Unterbruch der Produktion an den verschiedenen Standorten führt vereinzelt zu einer Verzögerung der Auslieferung von Kundenaufträgen, lässt das Unternehmen weiter mitteilen. « Huber+Suhner steht im engen Kontakt mit den Kunden und geht zum heutigen Stand davon aus, dass entstandene Lieferverzögerungen bis zum Jahresende weitestgehend abgebaut werden können. »
Untersuchung und Analyse des genauen Sachverhalts laufen
« Eine unbekannte Täterschaft macht geltend, im Besitz von Daten von Huber+Suhner zu sein. Zum jetzigen Zeitpunkt verfügt das Unternehmen über keine Anhaltspunkte, dass es sich dabei um kritische Daten handeln könnte. Unabhängig davon wird sich das Unternehmen nicht erpressen lassen », stellt die Firma aus Pfäffikon klar. Die Untersuchung der Cyberattacke sowie die Analyse des genauen Sachverhalts, der dazu geführt hat, würden auch weiterhin mit « hoher Intensität und in enger Zusammenarbeit mit Experten für Cyber-Sicherheit sowie den Behörden vorangetrieben. » Huber+Suhner will bei Vorliegen neuer Erkenntnisse entsprechend informieren.