Der Voranschlag 2021 startete am Montag mit einem Aufwand von 186 Millionen und einem Plus von 2 Millionen Franken ins Rennen. Angesichts dieses Überschusses in schweren Zeiten war niemand wirklich unglücklich mit dem Budget, auch wenn man sich an diesem Abend nichts vormachte: Das gute Ergebnis kam nur dank des kantonalen Ressourcenzuschusses von knapp 12 Millionen Franken zustande.
Für Finanzvorstand Martin Bäumle (GLP/GEU) jedenfalls steht Dübendorf finanziell nach wie vor nicht schlecht da. «Dank der guten Schuldensituation können wir die Folgen von Covid 19 besser verkraften», sagte er. Deshalb müsse man jetzt nicht in Panik verfallen und über den Steuerfuss diskutieren. Und um es vorweg zu nehmen, der Steuerfuss blieb dann auch bei 81 Prozent. Zusammen mit dem Steuerfuss der Sekundarschulgemeinde Dübendorf-Schwerzenbach beläuft er sich also auf 99 Prozent.
Und wieder die Springer
Ungeschoren kam das Budget aber nicht davon. Allein die Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) legte 18 Änderungsanträge vor. Ein Dauerbrenner waren die Dienstleistungen Dritter, worunter Honorare für externe Berater und Springer fallen. GRPK-Präsident Patrick Schärli (CVP) kritisierte die seit Jahren steigenden Kosten in diesem Bereich. Er beantragte deshalb eine fünfprozentige Kürzung, was knapp einer halben Million Franken entspricht und auch als Disziplinierungsmassnahme zu verstehen war. So forderte Schärli, entsprechende Aufträge vermehrt kritisch zu hinterfragen.
«Nur weil ein Unimog im Militär durch tägliches Fetten ewig lebt, heisst das nicht, dass das im täglichen Betrieb auch so ist.»
Martin Bäumle (GLP/GEU), Finanzvorstand

