Steiner Beck stellt richtig: Ihm wurden keine Filialen geschlossen
Am Sonntagmorgen ging die Polizei um. Sie spürte fehlbaren Bäckereien nach, die trotz Sonntagverkaufsverbot ihre Läden geöffnet hatten. Und sie wurde fündig: Bei der Bäckerei und Konditorei Voland und ihren sieben Filialen. Deren Ladenbereiche mussten nach dem Polizeieinsatz schlagartig geschlossen werden. Anders erging es dem Steiner-Beck.
Dies, obwohl Voland-Geschäftsführer René Schweizer nach der Polizeiaktion der Redaktion erzählt hatte, seinem grossen Konkurrenten Steiner-Beck mit Sitz in Wetzikon sei es gleich ergangen wie ihm selber.
Diese Aussagen weist Bernhard Steiner, Inhaber der Steiner-Beck AG, von sich. Er stellt richtig, dass sein Betrieb keine einzige Filiale aufgrund einer Polizeiintervention habe schliessen müssen. Steiner habe sich an die Vorgaben des BAG-Entscheids vom letzten Freitag gehalten und sämtliche Läden geschlossen gehabt. Nur die Restaurants waren geöffnet.
Da der Entscheid des BAGs unklar definiert war, führte dieser offenbar zu viel Interpretationsspielraum. Deshalb seien vorgängige Gespräche mit der Kantonspolizei und weiteren Anlaufstellen notwendig gewesen, so Bernhard Steiner. Letztendlich verkaufte der Beck diverse Kleinbrötli und Sandwiches über sein Beck-Mobil vor dem Hauptsitz in Kempten, ganz im Sinne eines klassischen Take-Aways. Aber seine Läden blieben geschlossen.
