Kran- und Transportfirma will endlich ihr Platzproblem lösen
Der Platz ist knapp bei der Schmid Kran AG in Grüningen. Geschäftsführer Bernhard Schmid bereitet das Sorgen. Denn auf dem Werkareal beim Dorfausgang nach Hombrechtikon kommen sich täglich Lastwagen, Baumaschinen und Privatfahrzeuge in die Quere. «Nun wird es hoffentlich bald besser», sagt Schmid.
Seit dieser Woche liegt der Gestaltungsplan öffentlich auf, der das Platzproblem der Firma lösen soll. Dabei handelt es sich genau genommen um eine Revision des bestehenden Gestaltungsplans für das Areal Platten, auf dem neben Schmids Firma auch ein Gartenbauer und eine Sägerei ihren Sitz haben.
«Vom Platzbedarf her ist der neue Gestaltungsplan die Minimalvariante.»
Bernhard Schmid, Schmid Kran AG
«Es war ein steiniger Weg», sagt Schmid. Bereits 2012 hätten sie die erste Version bei der kantonalen Baudirektion zur Vorprüfung eingereicht. «Zu diesem Zeitpunkt war noch unklar, wie die Kulturlandinitiative umgesetzt wird. Da wir Landwirtschaftszone beanspruchen, empfahl uns der Kanton damals noch zuzuwarten.»
In den folgenden Jahren hätten sie in Zusammenarbeit mit dem Kanton verschiedene Varianten ausgearbeitet und den Plan weiter verfeinert. Dabei wurden ökologische Ausgleichsmassnahmen eingeplant und die beanspruchte Fläche weiter reduziert. Gleichzeitig ist die Zahl von Schmids Angestellten und Fahrzeugen weiter gestiegen. «Vom Platzbedarf her ist der neue Gestaltungsplan die Minimalvariante.»
Erweiterung für Lastwagenunterstand
Daher wird jeder Quadratmeter besser genutzt. Innerhalb der bestehenden Gebäude sind eine Tiefgarage, eine Erweiterung der Büroräume und ein neues Pneulager geplant. Kernstück der Revision ist jedoch eine Erweiterung des Gestaltungsplangebiets um 2’260 Quadratmeter nach Nordosten. Damit entstünde Platz für einen überdachten Lastwagenunterstand.
Diesen braucht die Firma vor allem im Winter, wenn ihre Fahrzeuge für den Winterdienst in der ganzen Region im Einsatz stehen. «Dank des Unterstands verlieren wir keine Zeit zum Enteisen und Aufwärmen», erklärt Schmid. Auch für Notfalleinsätze der Feuerwehr und Polizei wird die Firma regelmässig aufgeboten. «Da ist es sehr wichtig, sofort startklar zu sein.»
«Wir haben Alternativstandorte gesucht.»
Bernhard Schmid
Die Erweiterung erfolgt auf Landwirtschaftsgebiet, das als Fruchtfolgefläche deklariert ist. «Die Fruchtfolgeflächen werden andernorts durch Bodenaufwertung kompensiert», sagt Schmid. Zudem sei im Gestaltungsplan eine gute Einbettung der Bauten in die Landschaft vorgeschrieben. Um den rund acht Meter hohen Lastwagenunterstand wird eine Wildhecke mit einheimischen Gehölzen angelegt, die einen ökologischen Mehrwert bringt und das Bauwerk teils verdeckt.
Strategisch gut gelegen
Dass die Firma trotz all diesen Auflagen am Standort in Grüningen festhalten will, hat seine Gründe. «Wir haben Alternativstandorte gesucht, aber es gibt in der Region keine Flächen mehr, die gross genug sind. Der Standort in Grüningen sei noch aus anderen Gründen optimal. Durch die Lage am Dorfrand entstehe kaum Lärmbelastung für Anwohner. Und durch die Nähe zur Forchstrasse sei das gesamte Einsatzgebiet, das sich von Feldbach bis Küsnacht erstreckt, schnell zu erreichen.
Die öffentliche Auflage dauert noch bis am 12. Januar. Die Gemeindeversammlung wird voraussichtlich im kommenden Juni über den Gestaltungsplan abstimmen. «Nun hoffen wir natürlich, dass es keine Einsprachen und Verzögerungen mehr gibt», sagt Schmid. Läuft alles nach Plan, könnten die Bauarbeiten im Frühling 2022 beginnen.