Anfang Jahr hat sich die Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee (SGG) Grosses vorgenommen: Die kleine «Heimat» soll künftig mit einem hochmodernen Antrieb über den See gleiten. Statt eines Dieselantriebes, wie ihn das Schiff seit 87 Jahren im Bauch trägt, soll es ab 2022 elektrisch angetrieben werden. Damit könnten jährlich rund zehn Tonnen CO2 eingespart werden.
Drei Systeme denkbar
Allen Fuchs, Verwaltungsratspräsident der SGG, kann nun nach den im Sommer durchgeführten Versuchen frohlocken: «Rein technisch gesehen ist eine Elektrifizierung möglich.» Die Machbarkeitsstudie hat denn auch ergeben, dass drei Systeme möglich werden. «An die technische Machbarkeit habe ich schon früher geglaubt. Die grössere Hürde ist nun die finanzielle Machbarkeit», meint Fuchs.
Die Schleppversuche und Messungen haben gezeigt, dass das zehn Tonnen schwere Kursschiff für ein Pendeln zwischen Maur und Niederuster, also rund 900 Meter Weg, drei Kilowattstunden verbraucht. «Das ist etwa gleichviel, wie zehn 100-Watt-Birnen in drei Stunden benötigen, oder kommt etwa dem Betrieb eines kleinen Heizlüfters während drei Stunden gleich.» Dabei hätte das Schiff eine Geschwindigkeit von 15 Stundenkilometern. Das ist gleich schnell, wie es heute schon unterwegs ist. für die umfassende Restaurierung der «Heimat».

