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Zu hohe Belegung: Asylunterkunft muss saniert werden

In Mönchaltorf muss eine Asylunterkunft saniert werden. Als Grund gibt die Gemeinde eine hohe und unsachgemässe Nutzung an.

Dieses Haus an der Esslingerstrasse dient als Asylunterkunft., Seit 2004 sind hier Asylsuchende untergebracht., Nun muss das Haus renoviert werden, was über 100'000 Franken kostet.

David Marti

Zu hohe Belegung: Asylunterkunft muss saniert werden

Für die Sanierung der Nasszellen in der Asylunterkunft an der Esslingerstrasse 1 bewilligte der Gemeinderat Mönchaltorf einen Kredit von 59‘000 Franken.

Zudem genehmigte er für die Instandstellung der Zimmer und Vorräume sowie kleinere «Optimierungen der Raumnutzung» in der Asylunterkunft einen weiteren Kredit von 60‘000 Franken. Dies hat die Gemeinde kürzlich in einer Medienmitteilung bekanntgegeben.

Was mit Optimierungen gemeint ist, sagt Harry Hungerbühler, Leiter der Bau- und Liegenschaftenverwaltung, auf Anfrage: «Es wird ein grösserer Raum, der praktisch nicht genutzt wird, geteilt, wodurch zwei Räume daraus entstehen.»

«Anlagen in gutem Zustand werden von uns allen besser behandelt.»

Thomas Schmutz, Abteilungsleiter Information und Kommunikation Asylorganisation Zürich

Somit wird aus dem Sechs-Zimmer-Hauseines mit sieben Zimmern. Das Gebäude wird seit dem Jahr 2004 für die Unterbringung von Asylsuchenden und vorläufig aufgenommenen Ausländern genutzt. Konzipiert ist das Gebäude gemäss Hungerbühler für zehn bis zwölf Bewohner. «Im Notfall könnten auch 16 Asylsuchende untergebracht werden, was in Spitzenzeiten auch schon vorgekommen ist.»

Teure Wasserschäden

Diese hohe Belegung hinterliess offenbar Spuren. Wie die Gemeinde weiter mitteilt, seien die Nasszellen aufgrund der hohen und teilweise «unsachgemässen Nutzung» mittlerweile in einem sehr schlechten Zustand. Laut Hungerbühler sind in diesen Räumen einige Wasserschäden entstanden. Vermutlich sei Wasser im Bad, Lavabo oder WC übergelaufen. «Durch die Wasserschäden wurden die Boden- und Deckenkonstruktionen feucht und sind somit beschädigt», sagt er. Zudem wurde festgestellt, dass in den Zimmern und Vorräumen Schäden vorhanden sind.

Die Asylsuchen konnten extern untergebracht werden, damit die Sanierungsarbeiten speditiv durchgeführt werden können.»

Harry Hungerbühler, Leiter Bau- und Liegenschaftenverwaltung Mönchaltorf

Das Bad im Obergeschoss soll nun komplett erneuert werden. Die bestehende Badewanne wird entfernt und durch eine Dusche ersetzt. Es wird zudem eine neue Toilette mit einem Lavabo eingebaut. Weiter soll die Toilette im Erdgeschoss mit einer zusätzlichen Dusche ausgestattet werden,  Boden und Wände will die Gemeinde mit keramischen Platten verkleiden, damit eine bessere Reinigung möglich ist. «In den Nasszellen sind heute zum Teil nur der Boden sowie kleine Flächen beim Bad und Brünneli mit Platten verlegt», sagt Hungerbühler.

Asyluntersuchende werden umgesiedelt

Das Haus war laut Hungerbühler 2004 beim Einzug in einem guten Zustand, «jedoch nicht frisch renoviert». «Die Nasszellen sind vermutlich 30 bis 40 Jahre alt.»

Da im Moment nur drei Asylsuchende im Haus sind, sah die Gemeinde die Situation als ideal an, die notwendigen Sanierungsarbeiten vorzunehmen, sagt Hungerbühler. «Die Asylsuchen konnten extern untergebracht werden, damit die Sanierungsarbeiten speditiv durchgeführt werden können.» Ab dieser Woche sollen die Bauarbeiten beginnen.

 

Asylbetreuung wird verlängert 

Seit dem 1. Januar 2020 werden die Asylsuchenden der Gemeinde Mönchaltorf von der Asylorganisation Zürich (AOZ) betreut. Der Gemeinderat hat kürzlich beschlossen, die Zusammenarbeit auch im Jahr 2021 weiterzuführen und hat dazu eine neue Leistungsvereinbarung mit der Organisation abgeschlossen. Die AOZ ist zuständig für die Sozialhilfe und die Integration von Geflüchteten, die der Gemeinde Mönchaltorf vom Kanton zugewiesen wurden. Der zuständige Sozialarbeiter der AOZ ist einmal pro Woche vor Ort in Mönchaltorf.

Auf die aktuelle Sanierung an der Esslingerstrasse 1 hatte die Organisation gemäss Thomas Schmutz, Abteilungsleiter Information und Kommunikation der AOZ, keinen Einfluss genommen. «Das Vorhaben war schon vor der Mandatsübernahme der AOZ in Planung», sagt Schmutz. Sie legten Wert darauf, Bewohnerinnen und Bewohner von Asylunterkünften über den sachgemässen Umgang in ihren Wohnungen gut zu instruieren. Einfacher ist dies gemäss Schmutz nach der Sanierung zu vermitteln: «Anlagen in gutem Zustand werden von uns allen besser behandelt.»

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