Schwerzenbacher dürfen schon wieder nicht feiern
Das Dorffest hat es nicht leicht in Schwerzenbach. Erst drohte dem Anlass das Aus, weil es nicht genügend Freiwillige für die Organisation gab. Schliesslich fand man Anfang 2019 eine Lösung und setzte den Termin für die nächste Durchführung auf August 2020 an. Doch dann kam Corona und machte alles wieder zunichte.
Nun hat das Organisationskomitee bekannt gegeben: Auch das Dorffest vom 27. bis 29. August 2021 ist abgesagt. «Das Problem ist, dass wir relativ kurzfristig entscheiden müssten, ob wir das Dorffest durchführen können oder nicht», sagt OK-Präsident Dimitrios Marinis. «Doch für so einen Anlass braucht es einen langen zeitlichen Vorlauf – auch wenn wir das letztjährige Konzept einfach aus der Schublade hätten ziehen können.»
Da seien einmal die Bewilligungen, die man bei diversen Stellen einholen müsse. Die Sponsorensuche benötige ebenfalls viel Zeit, zumal sich einige für dieses Jahr zurückgezogen hätten. «Und die Firmen können allfällige Sponsorengelder nicht von heute auf morgen sprechen», so Marinis. Nicht zuletzt gelte es, Geräte und Mobiliar für die Infrastruktur rechtzeitig zu reservieren, also etwa Zelte und Festbänke.
Und dann auch noch der Vorstand…
Der OK-Präsident ist überzeugt, dass der Entscheid auch im Interesse der Vereine ist. Stichwort Planungssicherheit: «Viele Vereine investieren schon Wochen vor dem Fest einen beträchtlichen Aufwand an Mannstunden, und es fallen bereits erste Kosten an.»
A uch für das OK spielt die Kostenfrage eine Rolle. «Die ganze Vorbereitungsphase sowie die zum Teil im Voraus zu bezahlenden Gagen für Musiker, DJs und sonstige Darsteller gehen ganz schön ins Geld, und auf diesen Ausgaben würden wir und die Vereine dann sitzen bleiben, wenn wir das Dorffest nicht durchführen könnten.»
Eine weitere Schwierigkeit: Aufgrund von Rücktritten fehlt es dem Organisationskomitee an Vorstandsmitgliedern. Dass es soweit kommen wird wie vor zweieinhalb Jahren, als das Schwerzenbacher Dorffest vor dem endgültigen Aus stand, glaubt Marinis aber nicht: «Ich bin zuversichtlich, dass wir da eine Lösung finden werden.»
