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Das sind die Spitzengastronomen aus der Region

Das Grüniger Restaurant Bären wurde erstmals mit Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet. Dagegen bittet ein Näniker Wirt darum, nicht mehr im Restaurantführer erwähnt zu werden.

Der Gasthof Bären in Grüningen wurde neu in den Restaurantführer aufgenommen.

Archivfoto: Nicolas Zonwi

Das sind die Spitzengastronomen aus der Region

Die Tester des Restaurant-Guides Gault Millau haben wieder die gastronomischen Angebote und die Köche in der Schweiz bewertet, die neuste Ausgabe wurde am Montagmittag punkt 12 Uhr aufgeschaltet. Auch Restaurants im Zürcher Oberland erhielten Gault-Millau-Punkte und damit eine Aufnahme in den Gaststättenführer.

Zuoberst im regionalen Vergleich sind der Gasthof Löwen aus Bubikon, die «Traube» in Ottikon bei Kemptthal und der «Sternen» in Wangen. Diese Restaurants erhielten je 15 von möglichen 20 Punkten und wurden, verglichen mit dem letzten Jahr, unverändert bewertet.

Oberländer stagnieren

Neu in den Restaurantführer aufgenommen wurde der «Bären» in Grüningen. Wie die Tester schreiben, zeige sich anhand der Speisekarte, dass Chef Christian Mutschler auch passionierter Jäger und Fischer sei. So stünden je nach Saison auch mal Dachsrücken, Rehhaxe, Hirschleber oder Wels im Angebot.

Überzeugt hat die Tester eine «tolle» Saltimbocca vom Ustermer Reh aus Eigenjagd, flankiert von Brennnesselrisotto und sautierten Bärlauchknospen. Mit 14 Gault-Millau-Punkten wurde der Gasthof letztlich bewertet.

Gleich viele Punkte erhielten auch die die «Neue Forch» in Maur, das Restaurant «First» in Ottikon bei Kemptthal, die «Blume» in Freudwil und das «Rössli» in Illnau. Alle drei Gastrobetriebe erhielten die gleiche Wertung wie letztes Jahr.

Näniker will simplere Küche

Wirt Stephan Stalder vom «Löwen Nänikon 2.0» wollte heuer gar auf die Wertung verzichten. «Meine Gerichte sind derart simpel, dass sie in der Gault-Millau-Liga nichts mehr zu suchen haben. Daher bitte ich Sie, uns nicht mehr zu erwähnen», wird der Wirt auf der Webseite des Restaurantführers zitiert. Im letzten Jahr erhielt der Gastrobetrieb noch 16 Punkte und vor zwei Jahren sogar 17.

Die Tester wollten sich ein Essen in dem Lokal offenbar trotzdem nicht entgehen lassen. Für den «zarten» Loup de mer, «gekonnt» kombiniert mit Piccadilly-Tomaten, Belugalinsen, Büffel-Burrata und Sommertrüffeln im «Löwen 2.0» waren sie voll des Lobes. Und sie schreiben: «Der Löwen war immer eine erstklassige Adresse. Das wird so bleiben, auch ohne Gault-Millau-Eintrag.»

Mit dem Titel «Koch des Jahres 2021» hatte das Oberland nichts mehr zu tun. Dieser ging an Stefan Heilemann vom «Widder» in Zürich mit 18 Punkten. «Köchin des Jahres» ist Michèle Meier, aus dem Restaurant Lucide im KKL Luzern mit 16 Punkten.

 

Richtigstellung

In einer früheren Version wurde Christian Neuhaus als Chef und passionierter Jäger des «Bären» in Grüningen bezeichnet. Der von Gault-Millau als Chef bezeichnete Neuhaus ist eigentlich Küchenchef. Wirt  Christian Mutschler ist der passionierte Jäger und Fischer. Ebenfalls falsch war, dass der «Löwen Nänikon 2.0» mit 12 Gault-Millau-Punkte bewertet wurde. In diesem Jahr wurde das Restaurant auf Bitte von Wirt Stephan Stalder aus der Wertung genommen. Dieser Fehler entstand aufgrund widersprüchlicher Angaben auf der Webseite von Gault-Millau.

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