Der Wunsch nach einer Tagesschule in Dübendorf ist alles andere als neu. Entsprechende Aufzeichnungen in der Schweizer Medien-Datenbank gehen bis ins Jahr 1985 zurück. Damals, am 13. Juni, veröffentlichte die NZZ eine eingesandte Meldung, mit der eine lokale Arbeitsgruppe zu einer Podiumsdiskussion zum Thema «freiwillige öffentliche Tagesschule in Dübendorf?» einlud. Der Anlass fand im Lindenhaus statt, das wenige Jahre später abgerissen wurde, die Idee aber überlebte.
1999 lancierte ein Verein eine Volksinitiative für eine Tagesschule. Dabei sollten die Dübendorfer in einem ersten Schritt ihre grundsätzliche Zustimmung – oder Ablehnung – an der Urne kundtun. Bei einem Ja hätte die Primarschulpflege ein Detailprojekt mit Kostenfolge zuhanden einer weiteren Urnenabstimmung ausarbeiten müssen. Innerhalb von 50 Tagen sammelten die Mitglieder mehr als 600 Unterschriften – doppelt so viele, wie für ein Volksbegehren nötig gewesen wären.
Umfrage zeigte wenig Interesse
Initiantin Gaby Gossweiler, die später für die FDP im Dübendorfer Gemeinderat sass, argumentierte mit Familienfreundlichkeit, pädagogischen Vorteilen und positiven Auswirkungen auf die Standortattraktivität. Primarschulpräsident Bruno Fenner jedoch war nicht begeistert von den Plänen. Er berief sich auf eine Elternumfrage, die nur ein geringes Echo ausgelöst habe. Er wollte sich lieber auf die Einführung der Blockzeiten und eine Erweiterung des Hort-Angebots konzentrieren.
«Das Postulat rennt offene Türen ein und ist deshalb unnötig.»
Susanne Hänni (GEU/GLP), Primarschulpräsidentin

