Vor 20 Jahren stimmten die Dübendorfer das letzte Mal über eine Tagesschule ab – und kassierten eine deutliche Niederlage. Nach mehreren parlamentarischen Vorstössen versuchen es die Befürworter nun erneut: Am 29. November kommt die Volksinitiative «Bezahlbare Tagesschule jetzt» an die Urne. Die Primarschulpflege, der Stadtrat und eine Mehrheit des Gemeinderats lehnen das Begehren aus den Reihen von Links-grün ab.
Am Sonntag debattierten Bildungspolitiker aus Zürich, Uster, Dübendorf und Volketswil auf Einladung der Initianten über das nach ihrer Meinung nach beste Modell. Das Podium im Singsaal des Högler-Schulhauses fand Corona-bedingt ohne Publikum statt.
Zu wenig freie Plätze
Die Initiative verlangt als Ergänzung zu den bestehenden Tagesstrukturen die Einrichtung «mindestens einer Tagesschule». Deren Besuch soll freiwillig und bis auf die Kosten fürs Mittagessen unentgeltlich sein; Kosten fallen nur für eine allfällige Betreuung ausserhalb der Schulzeit an. Diese Forderung entspricht in etwa der derzeitigen Situation in Uster, wo es seit knapp sechs Jahren eine Tagesschule mit vier Klassen gibt.
«Es geht es um die Frage, welches Modell den Kindern am meisten bringt.»
Susanne Hänni (GLP/GEU), Primarschulpräsidentin von Dübendorf

