Was gedenkt der Kanton mit der Neuen Greifenseestrasse zu tun? Das ist etwas lapidar zusammengefasst die Anfrage der Kantonsräte Thomas Honegger (Grüne, Greifensee), Walter Meier (EVP, Uster) und Andreas Hasler (GLP, Illnau-Effretikon), die sie im Sommer beim Regierungsrat eingereicht hatten. Nun hat dieser die Anfrage beantwortet.
Unter anderem wollten die drei Kantonsparlamentarier wissen, wie die Regierung auf den jüngsten politischen Widerstand aus Uster reagiert. Zur Erinnerung: Die Ustermer Grünen haben zwei Volksinitiativen eingereicht. Einerseits fordern sie, das Gebiet Grossriet in eine Landwirtschaftszone umzuzonen, anderseits wollen sie den Stadtrat von Uster dazu verpflichten, sich mit allen Mitteln gegen die Neue Greifenseestrasse einzusetzen.
Allerdings fanden diese Initiativen im Ustermer Parlament kein Gehör. So hat der Gemeinderat an seiner Sitzung Anfangs Juni beide Initiativen abgelehnt. Dafür fanden die Gegenvorschläge des Stadtrates Mehrheit. Über die Initiativen und Gegenvorschläge entscheidet das Ustermer Stimmvolk voraussichtlich am 7. März 2021.
Kanton wartet ab
Einer der Gegenvorschläge verlangt, dass das Gebiet Grossriet gemäss Stadtentwicklungskonzept (STEK) angepasst und in der Reservezone belassen werden soll. Damit soll das Gebiet frühestens mit der Planungsrevision 2050 zur Bebauung zugänglich gemacht werden. «Wie steht der Regierungsrat zur Idee, das Gebiet Grossriet frühestens mit der Planungsrevision 2050 zu entwickeln?», lautete eine der Fragen der Kantonsräte.

