Zuerst einmal musste an der Sitzung des Gemeinderats die Sache mit der Maske geklärt werden. Das Büro des Gemeinderats hatte für den Montag eine generelle Maskenpflicht angeordnet. Ratspräsidentin Flavia Sutter (Grüne) begründete dies mit den strengeren Massnahmen des Bundesrats und der ungenügenden Lüftung im Leepüntsaal.
SVP-Gemeinderat Orlando Wyss hingegen bezeichnete die Anordnung als «Panikmache». Er wies darauf hin, dass noch am Morgen im Kantonsparlament nur eine Maske habe tragen müssen, wer sich nicht an seinem Platz befunden habe – und das notabene unter den Augen der höchsten Zürcher Gesundheitspolitikerin Natalie Rickli (SVP).
Dass in Dübendorf mit deutlich grosszügigeren Platzverhältnissen strengere Massnahmen gelten sollten, sei unverhältnismässig und «völlig übertrieben», so Wyss. Der Gemeinderat stützte jedoch – wenn auch knapp – die Anordnung des Büros. Und damit blieben die Masken erst einmal an.
Für einmal blieb es ruhig
Beim Hauptgeschäft des Abends war die Einigkeit ungleich grösser. Dabei ging es um das Reizthema schlechthin: die Dübendorfer Sozialhilfe. Seit Jahren vergeht kaum eine Gemeinderatssitzung, an der sich vor allem die Polparteien keine emotionale Auseinandersetzung zum Thema liefern. Und dann in den Leserbriefspalten nachtreten.

