Daniel Felix wartet auf dem Ustermer Zeughausareal, gekleidet im Tenu A der Schweizer Armee. Den Ausgangsanzug trägt der Näniker von der Achselschnur bis zum Beret 95 sorgsam bis ins letzte Detail. Es besteht kein Zweifel – der Mann hat gedient. Doch das ist lange her.
Freiwillig getragen hat der 72-Jährige die Uniform die letzten 30 Jahre als Präsident vom Militärspiel Uster. Nun will Felix kürzer treten und gibt das Amt ab. «30 Jahre sind genug», sagt er im Proberaum des Vereins auf dem Zeughausareal.
«Schaut, dass die Hosenfalte korrekt gebügelt ist, geht noch zum Coiffeur und zieht schwarze Schuhe und Socken an.»
Daniel Felix, Präsident Militärspiel Uster
Im Militärspiel Uster hat Felix seit seinem Beitritt im Jahr 1978 immer Posaune gespielt. Dabei hätte er mehr drauf – selbst der Dirigentenstab ist ihm nicht fremd. Angefangen hat der gebürtige Näniker früh und mit einem klassischen Einsteigerinstrument – der Blockflöte. Dieses Instrument, bei manchem Schweizer als Spuck-Knebel verschrien, spielte er als Vierjähriger. Danach folgten zahlreiche andere wie Es-Horn, Flügelhorn, Trompete oder Bass.
Der Morser

