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Politik

Für Regierungsrat Neukom ist Turbenthal ein Vorreiter in der Energiepolitik

Am Samstag hat es in Turbenthal gleich zwei gute Gründe zum Feiern gegeben: Die erneute Zertifizierung als Energiestadt und die Einweihung der Schnellladestation.

Turbenthal hat jetzt eine Elektro-Schnellladestation., Die wurde am Samstag mit etwa 80 Gästen eingeweiht., Gemeinderätin Katharina Fenner (FDP) eröffnete den Anlass., Gemeinderätin Katharina Fenner (FDP) mit dem European Energie Award und Regierungsrat Martin Neukom (Grüne).

Manuela Kägi

Für Regierungsrat Neukom ist Turbenthal ein Vorreiter in der Energiepolitik

Am Samstagnachmittag hat die Energiekommission Turbenthal zu einem Fest auf dem Werkhof eingeladen. Zum einen gab es die Eröffnung der Schnellladestation für Elektroautos zu feiern, zum anderen die Überreichung des Labels «Energiestadt Gold».

Aufgrund der rasch steigenden Corona-Fallzahlen galt im Werkhof eine strenge Maskenpflicht. Davon liessen sich aber rund 80 Teilnehmer nicht abhalten. Darunter waren auch zwei hohe auswärtige Gäste: Regierungsrat Martin Neukom (Grüne) sowie der Thurgauer Nationalrat Kurt Egger (Grüne). 

Dank nach Herrliberg

Kurz nach 13 Uhr begrüsste Gemeinderätin Katharina Fenner (FDP), die der Energiekommission vorsteht, die Anwesenden. Und gleich vorweg dankte sie denjenigen, welche den Bau der Schnellladestation ermöglicht hatten. 

«Turbenthal geht voran. Und es braucht immer diejenigen, die vorangehen und andere mitziehen.»

Martin Neukom (Grüne), Regierungsrat

Neben diversen Sponsoren sowie Beiträgen der Nachbargemeinden sticht dabei die Beteiligung der Gemeinde Herrliberg hervor. Dieser dankte Fenner besonders. «Ohne diesen grosszügigen Beitrag hätten wir nicht den Mut gehabt, das Projekt weiterzuverfolgen», betonte die Gemeinderätin.

Wandel gibt es immer

Im Anschluss an Fenners Begrüssung ergriff Regierungsrat Martin Neukom das Wort. In seiner Rede zur Energiezukunft im Kanton Zürich sprach er über energetische Bauen, die Stromversorgung der Zukunft und die Klimaziele des Kantons.

Dabei hob er das Turbenthaler Engagement in der Energiepolitik hervor. «Die Gemeinde geht voran. Und es braucht immer diejenigen, die vorangehen und andere mitziehen», konstatierte Neukom. Sei dies mit dem Bau der Schnellladestation oder der wachsenden Fläche von Photovoltaikanlagen in der Gemeinde. 

«Die Gemeinde Turbenthal bindet die Leute in die Energiepolitk ein und setzt Ideen auch um.»

Kurt Egger (Grüne), Nationalrat

Veränderungen in der Bauweise oder im Mobilitätsverhalten seien dabei immer mit Wandel verbunden, betonte der Baudirektor. Dass dieser aber nicht negativ sein muss, illustrierte er mit der Ruine Breitenlandenberg. «Aus ihren Steinen wurde schliesslich die erste Baumwollspinnerei in Turbenthal gebaut.»

Nach Neukoms Ansprache betrat Nationalrat Kurt Egger das Podium. Im Namen von Energie Schweiz durfte er der Gemeinde das Label «Energiestadt Gold» überreichen. Dieses erhält Turbenthal für seine Energie- und Klimapolitik.

Das Label als «Energiestadt» trägt Turbenthal seit 2012. Nun erfüllt die Gemeinde zum ersten Mal mehr als 75 Prozent der Vorgaben und wird somit für die nächsten vier Jahre zur «Energiestadt Gold». «Damit steigt Turbenthal in die Champions League der Energiestädte auf», meinte Laudator Egger.

Ein Musterbeispiel

Wie schon sein Vorredner fand auch Egger lobende Worte für Turbenthal. «Für mich ist die Gemeinde ein Musterbeispiel einer ländlichen Energiestadt. Sie bindet die Leute in die Energiepolitk ein und setzt Ideen auch um.» Dabei erwähnte er namentlich den Wärmeverbund oder die rasch wachsende Fläche von Photovoltaikanlagen in der Gemeinde.

«Nun ist es Zeit, Dinge umzusetzen.»

Stephan Meister, Projektleiter Schnellladestation

Ein weiteres Vorzeigeprojekt ist für Egger auch die neue Schnellladestation gleich vor dem Werkhof. Diese ist vor etwas mehr als einer Woche eröffnet worden. Projektleiter Stephan Meister von der Energiekommission stellte diese im Anschluss an Eggers Rede den Anwesenden vor.

Lokale Energie als Antrieb

Die Schnellladestation, so ist der Projektleiter überzeugt, trage dazu bei, dass die Elektromobilität massentauglich werde. «Wir haben nämlich lange genug darüber geredet, was die beste Technologie sei. Nun ist es Zeit, Dinge umzusetzen.»

Der Strom für die Ladestation kommt zum einen von der Photovoltaikanlage auf dem Feuerwehrdepot oder wird aus Wasserkraft von den EKZ bezogen. «Damit weiss man im Gegensatz zum Benzin immer, woher die Energie kommt», erklärte Meister.

Um die Elektromobilität der Bevölkerung näher zu bringen, zeigten im Anschluss an die Veranstaltung zwölf Turbenthaler Elektroautobesitzer ihre Gefährte vor dem Werkhof. Die Anwesenden konnten Fragen stellen oder sich das Ladeprozedere von Nahem anschauen.

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