Radon kommt in fast allen Gebäuden vor. Das radioaktive Gas sammelt sich besonders in den unteren Geschossen und im Keller. Mit gesundheitlichen Folgen für den Menschen (siehe Box). Nun hat der Kanton in einem Werkraum des Schulhaus Dorfs in Dübendorf eine Radonkonzentration festgestellt, die das Siebenfache des Referenzwertes übersteigt. In Zahlen ausgedrückt beträgt dieser Referenzwert 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³). Die Konzentration im Werkraum, der sich im Trakt B der Schulanlage befindet, liegt sogar bei 2183 Bq/m³. Dies ist bisher der höchste ausgewiesene Wert im Kanton Zürich bei öffentlichen und privaten Schulen, Kindergärten und weiteren Kinderbetreuungseinrichtungen. Die Messungen des Kantons sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Weil der Wert im betreffenden Zimmer überschritten wird, muss es gemäss Vorgaben des Bundes innert drei Jahren saniert werden.
Trotz der hohen Belastung wird im Werkraum vorerst weiter unterrichtet, wie Susanne Hänni (GLP/GEU), Präsidentin der Primarschule Dübendorf bestätigt, denn: «Der betroffene Raum wird nur für Unterricht mit kurzer Aufenthaltsdauer benutzt.» Mit den vorgenommenen Sofortmassnahmen sei eine Weiternutzung auch von Seiten des Bundesamts für Gesundheit möglich.
Lüften hilft doppelt
Eine solche Massnahme sei vermehrtes und regelmässiges Lüften. «Damit wurde ein erster Schritt zur Verminderung der Radonkonzentration eingeleitet», sagt Hänni. Gelüftet werde in der Zeit von Covid-19 sowieso in allen Räumen der Primarschule Dübendorf.
«Je nach Messresultat könnte eine Sanierung wegen der Bauphysik anspruchsvoll sein.»
Susanne Hänni (GLP/GEU), Präsidentin Primarschule Dübendorf

