Im Juli hat der Kanton Zürich gemeinsam mit der Stadt Uster bekanntgegeben, die umstrittene Kantonsstrasse «Uster West» nach Jahrzehnten der Planung nicht mehr weiterzuverfolgen. Nun will der Stadtrat bis Ende 2020 alternative Lösungen für eine bessere Verkehrsanbindung der Stadt in Richtung Westen evaluieren, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Im Fokus der Exekutive stehen dabei auch die Bahnübergänge.
Diese stellten mit ihren langen Barriereschliesszeiten für Fussgänger, Velofahrende und den motorisierten Verkehr eine Herausforderung dar, schreibt der Stadtrat. Und mit dem Ausbau der S-Bahn und der geplanten Doppelspur Uster – Aathal nähmen die Wartezeiten an den Bahnschranken weiter zu. Zudem herrsche auch im Stadtkern eine hohe Verkehrsbelastung, worunter die Attraktivität des Zentrums leide.
Verstaubte Pläne
Bauvorstand Stefan Feldmann (SP) sagt, dass in den letzten 40 Jahren «viele Pläne zur Lösung von Usters Verkehrssituation gewälzt wurden», einige davon kamen nicht über das Konzeptstudium hinaus, andere seien im politischen Prozess gescheitert. «Nachdem der Bund nun aber mit der Doppelspurführung zwischen Uster und Aathal vorwärts macht, bekommt das Problem der fehlenden Bahnquerungen zusätzlich Brisanz.»

