Die Arbeitsgerichte können sich nicht gerade über eine grosse Arbeitslast beklagen. In jedem Bezirk gibt es eines und wenn es hoch kommt, gibt es pro Jahr und Gericht vielleicht ein halbes Dutzend Fälle. Und so mässig der Aufwand ist, so mässig ist auch die Aufmerksamkeit, die diese Gerichte finden. Alle sechs Jahren werden die Beisitzer gewählt, die jeweils von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite, also von der Vereinigung Zürcherischer Arbeitgeberorganisationen und den Gewerkschaften, portiert werden.
Kaum genügend Interessenten
Die Wahl passiert normalerweise im stillen Verfahren. Es gibt gerade so viel Kandidaten, wie es Sitze hat. Das ist vor zwei Monaten etwa der Fall bei den Arbeitsgerichten Uster und Pfäffikon der Fall gewesen. Für die je neun zu besetzenden Sitze von beiden Seiten gabs gerade genügend Leute. Mangels weiteren Interessenten stellen sich verschiedene Beisitzer gleich mehreren Gerichten zur Verfügung.
Im Bezirk Hinwil dagegen wird am 27. September an der Urne entschieden werden, wer in den nächsten sechs Jahren als Beisitzer für die Arbeitgeberseite fungieren soll. Für die neun vorhandenen Sitze liegen elf Kandidaturen vor. Kurzfristig aufstellen liessen sich die beiden SVP-Vertreter René Schweizer, Geschäftsführer der Voland-Bäckerei, sowie Martin Suter, Geschäftsführer der kantonalen SVP und Unternehmer.
Mit 84 noch im Einsatz

