Der Kern Süd in Uster ist chinesischer geworden. Nach dem bereits etablierten Chinesischen Restaurant an der nahen Zürichstrasse eröffnete gleich dahinter in einem der neuen Gebäude ein Teehaus. Yulu heisst das Lokal, das ganz auf traditionelle chinesische Teekultur setzt, die seit Jahrtausenden fester Bestandteil des Landes ist.
Das Teehaus feierte vergangenen Samstag Eröffnung. «Kostbarer Wassertropfen» lautet der Name auf Deutsch übersetzt. Am Montag wäre das Lokal eigentlich zu, doch Geschäftsführerin Wei Feng öffnet ausnahmsweise. Mit dabei ist Jürg Meier, Präsident des Schweizer Teeclubs. Feng serviert einen «Tie Guan Yin». Guan ist im Buddhismus die Eiserne Göttin der Bamherzigkeit, weiss Meier.
«Als Jugendliche habe ich in China lieber Coca-Cola getrunken.»
Wei Feng, Geschäftsführerin Teehaus Yulu
Es sei klar, dass den meisten Ustermern diese Kultur noch neu sein dürfte. «Die Schweiz ist ein Kaffeeland», sagt Meier, und fügt freudig an: «Bei Yulu handelt es sich um das erste und bisher einzige Chinesische Teehaus im Grossraum Zürich.» Er unterstütze Wei Feng, die Mitglied im Schweizer Teeclub ist, beim Aufbau des Geschäfts, denn sie betrete mit diesem Lokal «gastronomisches Neuland».
Von China nach Uster

