Pflanzenschutzmittel wie Herbizide dürfen vielen Hobbygärtnern als einfaches Mittel bekannt sein, um lästiges Unkraut zu vernichten. Doch die Grünen Gemeinderäte Patricio Frei und Marco Ghelfi bezweifeln, dass diese Substanzen in privaten Gärten richtig eingesetzt werden. Deshalb haben sie beim Stadtrat eine Interpellation eingereicht.
Sie argumentieren, dass zwar viele Landwirtschaftsbetriebe inzwischen auf biologische Bewirtschaftung umgestellt hätten. Und dass in der Landwirtschaft und im Gartenbau Pflanzenschutzmittel nur von Personen ausgebracht werden dürften, die im Besitz einer Fachbewilligung sind oder von einer Fachperson angeleitet werden. «Im Hobbybereich existieren hingegen keine entsprechenden Regeln», heisst es in der Interpellation. Dies trage zur abnehmenden Biodiversität, dem Insektensterben und der Verunreinigung des Trinkwassers bei.
Anleitung für Privathaushalte?
Dabei stützen sich die Gemeinderäte auf eine Studienreihe des Bundesamts für Umwelt (Bafu). In dieser werde das mangelnde Bewusstsein von Privaten im Umgang von Herbiziden aufgezeigt. Das Fazit der Parlamentarier: «Es ist also davon auszugehen, dass ein grosser Teil der geschätzten 100 bis 200 Tonnen Pflanzenschutzmittel in der Schweiz, die jährlich im Privatbereich verwendet werden, unsachgemäss eingesetzt werden.»

