Es sind krasse Missstände, die der «Tages-Anzeiger» Anfang Woche publik gemacht hat. Klienten seien auf dem Dübendorfer Sozialamt schlecht behandelt und unter Druck gesetzt worden. Mitarbeitende hätten Gespräche heimlich aufgezeichnet. Ebenso seien Sozialhilfebezüger überwacht und hinter ihrem Rücken beleidigt worden.
Ein Untersuchungsbericht listet weiter auf, es sei intern zu «Hetze in sozialen Medien gegen Minderheiten und Verbreitung von Gewaltvideos» gekommen. Die Arbeitsatmosphäre wird als «toxisch» beschrieben.
Nun leitet die Stadt eine Untersuchung ein. In einer Mitteilung schreibt der Stadtrat von einer «umgehenden und lückenlosen Aufarbeitung aller Fakten durch eine unabhängige Stelle». Nur ein solches Vorgehen könne angesichts der Schwere der aufgeworfenen Anschuldigungen eine ausreichende Klärung bringen – und das Vertrauen in das Sozialamt wiederherstellen.
Der Gemeinderat ist am Zug
«Das Ziel ist jetzt, alle Vorwürfe, die im Raum stehen, auf den Tisch zu legen und zu überprüfen», sagt Stadtschreiber Martin Kunz. Liege das Ergebnis vor, könne der Stadtrat entsprechend reagieren.

